Unfall im Chemieunterricht – sechs Verletzte


Berlin (rd.de/BF) – Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Wochen ist es an einer Berliner Schule zu einem Unfall im Chemieunterricht gekommen. In beiden Fällen wurde Brom verschüttet.

Wie die Berliner Feuerwehr mitteilte, wurde sie am Mittwoch um 10:18 Uhr darüber informiert, dass in einem Chemie-Vorbereitungsraum einer Oberschule zirka 100 ml Brom ausgelaufen seien. Der giftige Stoff wurde von der dort tätigen Lehrerin sofort mit Wasser verdünnt. Das verdünnte Brom konnte anschließend von der Feuerwehr mit Aktivkohle aufgenommen, in ein geschlossenes Behältnis sicher verpackt und zur Beseitigung in eine entsprechende Einrichtung gebracht werden.

Eine Lehrerin wurde vor Eintreffen der Feuerwehr privat in ein Krankenhaus gebracht. Ein weiterer Lehrer und fünf Schüler mussten nach Behandlung durch einen Notarzt in verschiedene Krankenhäuser gebracht werden. Etwa 30 weitere Personen wurden durch den Notarzt untersucht, ein Transport in ein Krankenhaus war bei ihnen aber nicht notwendig. Im Einsatz waren unter anderem zwei Notarzt-Einsatzfahrzeuge sowie sieben RTW. Es wurde Alarmstufe „MANV 2“ ausgelöst.

Bereits am 16. März war es an einer Berliner Schule zu einem Unfall mit Brom gekommen. Damals zerbrach ein Fläschchen mit der Substanz. Ein Lehrer und drei Schüler mussten ins Uni-Klinikum Benjamin Franklin gebracht werden.

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