Unfall am Hochseewindpark – Arbeiter vermisst


das Installationsschiff „Wind Lift I“ wurde mit der Einsatzleitung vor Ort beauftragt. (Foto: BARD-Gruppe)

Bremen/Borkum (DGzRS) – Nach einem Unfall auf der Baustelle des Hochseewindparks „Bard Offshore 1“ in der Deutschen Bucht am Mittwochvormittag, hat die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) die Rettungsmaßnahmen koordiniert.

Im Seegebiet 55 Seemeilen (gut 100 Kilometer) nordnordwestlich der Insel Borkum stürzte gegen 9.15 Uhr bei der Installation eines Fundamentes für eine Windkraftanlage eine sogenannte Anlandeplattform („Boatlanding“) ins Wasser. Dabei wurde ein Mann in die Tiefe gerissen. Er wird derzeit vermisst. Ein zweiter Mitarbeiter konnte sich unverletzt in Sicherheit bringen.

Die Seenotleitung Bremen der DGzRS setzte das Installationsschiff „Wind Lift I“ als Einsatzleiter vor Ort (On-Scene Co-ordinator) ein. Sie alarmierte die Seenotkreuzer Alfried Krupp/Station Borkum sowie Hannes Glogner/Station Norderney und koordinierte den Einsatz eines Bundespolizeihubschraubers sowie eines SAR-Hubschraubers der Deutschen Marine.

Der Bundespolizeihubschrauber nahm einen Unfallbeteiligten sowie ein Besatzungsmitglied der „Windlift 1“ auf, das sich bei den Rettungsarbeiten verletzt hatte, und flog die beiden nach Helgoland. Der SAR-Hubschrauber wiederum flog Taucher hinaus auf See, die nach dem Vermissten suchen sollen. Zur Unfallzeit herrschten im Seegebiet südöstliche Winde um sechs Beaufort (bis ca. 50 km/h Windgeschwindigkeit).

Am morgigen Donnerstag treffen sich Vertreter der Offshore-Industrie in der DGzRS-Zentrale in Bremen. Dort stellen die Seenotretter ihre von der Politik unterstützten Pläne für den Aufbau einer von den Betreibern finanzierten Notfallleitstelle für Offshore-Windparks vor.

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