Übung SOLIS 2011: Anschlag auf den Ostbahnhof


Frankfurt/M. (rd.de) – Ein lauter Knall am Ostbahnhof bildete gestern den Startschuss zu einer spektakulären Großübung im U-Bahn-Bereich des Frankfurter Ostbahnhofs.

Nach drei Monaten Planungszeit haben Polizei, Feuerwehr und die Frankfurter Verkehrsgesellschaft gemeinsam eine Vollübung abgehalten, in der es galt, auf einen terroristischen Anschlag im U-Bahnhof zu reagieren.

Ziel der Übung war die Erprobung der Kommunikationsstrukturen und der Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen. Im Rahmen einer Evaluation soll dann die Wirksamkeit der Strukturen überprüft und Prozesse optimiert werden.

Das Polizeipräsidium Frankfurt am Main setzte zur Bewältigung der Übungslage über 700 Beamtinnen und Beamte ein. Die Feuerwehr überprüfte ihre Vorbereitungen für eine Schadenslage MANV 50. Neben 50 Verletzten waren 100 weitere betroffene Personen zu betreuen. Zusätzlich diente die Übung als Stresstest für das Brandbekämpfungskonzeptes in unterirdischen Verkehrsanlagen.

„Um bei Unglücksfällen schnell und wirkungsvoll helfen zu können, müssen wir unsere Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Polizei so oft wie möglich üben“, sagte Michael Budig, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe. Ein U-Bahn-Zug konnte in die Übung integriert werden, um ein möglichst realistisches Einsatzbild zu erzeugen.

Insgesamt sollen 1300 Einsatzkräfte an der Großübung mitgewirkt haben.

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