Übung für Bio-Task-Force


Essen (ots) – Donnerstagmittag wollte die Essener Polizei mehrere Personen in einem Wohnhaus festnehmen. Nachdem die mutmaßlichen Täter überwältigt waren, stellte sich heraus, dass zumindest einer von ihnen offensichtlich schwer erkrankt war. Der hinzugezogene Notarzt vermutete unter anderem aufgrund entsprechender Laborutensilien und Schriftstücke eine stark infektiöse Krankheit. Daraufhin wurde die Bio-Task-Force der Essener Feuerwehr hinzugezogen. Was kaum einer bis dahin wusste: Es handelte sich um eine Übung.

Die aus Ärzten und Biologen bestehende Einheit bestätigte den Anfangsverdacht.

Nachdem der Kranke notfallmedizinisch versorgt war, galt es, die Verbreitung der Viren nach draußen und damit eine Kontaminationsverschleppung zu verhindern. Das erforderte einen umfangreichen Einsatz von Spezialkräften von Polizei und Feuerwehr.

Innerhalb kurzer Zeit kamen etwa 100 Einsatzkräfte vor Ort zusammen. Die Übung unter realen Bedingungen wurde bis zum Abtransport des Patienten und der anderen festgenommenen Personen fortgeführt. Das Szenario dauerte mehrere Stunden, im Verlauf war die Bernhardstraße vollständig gesperrt. Eine gegenüber des Objektes gelegene Schule war zu Übungsbeginn über die Aktivitäten informiert worden.

Wie Polizei und Feuerwehr mitteilten, sollen solche Übungen auch zukünftig durchgeführt werden , um das Zusammenspiel verschiedener Behörden zu trainieren. In diesem Fall waren unabhängige Beobachter und die Übungsleitung mit dem Ergebnis zufrieden.

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