Über 17.000 Einsätze für die „Retter in Orange“


Chrsitoph 29 aus Hamburg bleibt mit 1986 Rettungsflügen Einsatzspitzenreiter (Foto: BBK)

Bonn (BBK) – 2011 flogen die 16 Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes soviel Einsätze wie nie: Vier Mal pro Tag hob jeder von ihnen ab, um Menschenleben zu retten.

Mit 17.293 Einsätzen zählte 2011 zu den arbeitsintensivsten Jahren der zwölf vom Bund betriebenen Luftrettungszentren in Deutschland. Sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr rücken die Luftrettungsteams aus Notärzten, Rettungsassistenten und Piloten der Bundespolizei aus. 2011 versorgten sie 10.897 Patienten direkt am Unfallort, 4.586 Menschen wurden zur Versorgung weitertransportiert. Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), das die Hubschrauber des Zivilschutzes betreibt, dankt allen Beteiligten für ihr oft lebensrettendes Engagement.

Spitzenreiter nach Einsatzzahlen ist und bleibt „Christoph 29“ in Hamburg mit 1986 Rettungsflügen, gefolgt von „Christoph 13“ in Bielefeld mit 1831 Starts. Auch „Christoph 17“ in Kempten, „Christoph 2“ in Frankfurt am Main und „Christoph 14“ in Traunstein rückten zum Teil bis zu 11 Prozent häufiger aus im Vergleich zum Vorjahr. Grund könnte das milde Wetter im Frühjahr wie auch im Herbst 2011 gewesen sein, was zu mehr Freizeit- und Verkehrsunfällen führte. Die Einsatzzahlen von „Christoph 12“ in Siblin, „Christoph 7“ in Kassel und „Christoph 3“ in Köln sanken 2011 dagegen erfreulicherweise. Mit 24 und 22 Flugminuten blieben die orangefarbenen Retter in Kempten und Traunstein im Schnitt am längsten pro Flug in der Luft.

Flächendeckend werden in Deutschland an über 50 Standorten Hubschrauber in der primären Luftrettung eingesetzt. Deutschlandweit stellt der Bund dafür an 12 Luftrettungszentren 16 Zivilschutz-Hubschrauber zur Verfügung.

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