TV-Sendung analysiert RTW-Unfall


Ungestürzter RTW in der Bremer Innenstadt (Foto: VOX)

Bremen (pm/rd.de) – Nach einem RTW-Unfall mit tödlichem Ausgang, hat die Feuerwehr Bremen reagiert und beschafft ausschließlich Kofferfahrzeuge mit Aluminiumgerippe-Aufbau. Letzten Sommer stürzte ein solcher crashsicherer RTW auf einer Kreuzung um. Die TV-Sendung „Auto mobil“ analysiert am Sonntag, wie es zu diesem Unfall kommen konnte.

Im Sommer letzten Jahres stürzte ein Mercedes-Benz Sprinter mit dem besonders sicheren Kofferaufbau nach einem Zusammenstoß mit einem Geländewagen in der Bremer City um. “Auto mobil” analysiert diesen Verkehrsunfall, bei dem der 50-jährige Fahrer des RTW unverletzt blieb und der Beifahrer und eine Praktikantin nur leicht verletzt wurden.

Der DEKRA-Sachverständige bestätigt, dass die übliche Leichtbauweise vieler Kofferaufbauten im Gegensatz zur steifen Karosserie eine Schwachstelle darstellt. “Bei den Bremer Rettungswagen besteht der Koffer aus einer geschweißten Aluminiumgerippe-Konstruktion, die fest mit dem Basisfahrzeug verbunden ist. Dies gewährleistet bei einem Crash einen sehr guten Überlebensraum für die Insassen”, sagt er.

“Auto mobil” dokumentiert nicht nur die umfangreichen Tests dieses Rettungswagens vor seiner Markteinführung, sondern geht auch der Frage nach, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass das Einsatzfahrzeug bei dem Unfall in der Bremer City umstürzen konnte. “Da müssen schon sehr große Kräfte gewirkt haben. Das ist ein Fahrzeug der Fünf-Tonnen-Klasse, das wirft man nicht so einfach um. Wir sind uns aber sicher, dass der hohe Sicherheitsstandard dazu geführt hat, dass nicht mehr passiert ist”, sagt Michael Richartz von der Feuerwehr Bremen. Um die Details des innerstädtischen Kreuzungscrashs restlos aufzuklären, ist das “Auto mobil”-Team sogar nach Berlin gereist und hat sich für einen besonderen Crashtest der Unfallforscher der Versicherungen interessiert.

Denn tatsächlich ausschlaggebend für das Umkippen des RTW dürfte die seitliche Kollision mit einem Geländewagen gewesen sein. “Grundsätzlich gilt, dass Fahrzeuge, die einen hohen Schwerpunkt haben, schneller umkippen können. Das ist auch bei einem Rettungswagen so. Allerdings ist ein Zusammenstoß mit einem hochbeinigen Allradauto immer viel gravierender als ein Crash mit einem normalen Auto”, erklärt UDV-Unfallforscher Dipl.-Ing. Siegfried Brockmann.

Dipl.-Ing. Olaf Kretschmann von der Dekra Klettwitz ist sich aber sicher, dass die aufwändige Konstruktion des Bremer Rettungswagen zum glimpflichen Verlauf des Unfalls beigetragen hat.

Sendetermin: Sonntag, 17. Juni 2012 um 17 Uhr auf VOX

2 Responses to “TV-Sendung analysiert RTW-Unfall”

  1. Jan Laurenz via Facebook on Juni 17th, 2012 12:14

    Manche Hersteller testen ihre Fahrzeuge schon im Vorfeld mit entsprechend Überrolltests wie sie für Busse vorschrift sind

  2. Jan Laurenz via Facebook on Juni 17th, 2012 12:15

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