Trauma-Netzwerk Kurpfalz nimmt Arbeit auf


Heidelberg (idw) – Fünf Kliniken, darunter das Universitätsklinikum Heidelberg, haben sich zum Trauma-Netzwerk Kurpfalz zusammengeschlossen. Am vergangenen Freitag (17.10.2014) nahm der Klinikverbund offiziell seine Arbeit auf.

Die teilnehmenden Kliniken unterzogen sich zuvor einer strengen Prüfung nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und erfüllen – je nach vorhandener Kapazität und Ausrüstung – die Kriterien für höchste Qualität in der Versorgung von Unfallopfern.

Dem Trauma-Netzwerk Kurpfalz gehören an:

•    das Universitätsklinikum Heidelberg,
•    die Universitätsmedizin Mannheim,
•    die GRN-Klinik Sinsheim,
•    das Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim sowie
•    der Standort Buchen der Neckar-Odenwald-Kliniken.

Derzeit gibt es deutschlandweit 47 Trauma-Netzwerke mit 625, nach den Richtlinien der DGU geprüften und zertifizierten Trauma-Zentren.

„Ein solches flächendeckendes und grenzüberschreitendes Netzwerk aus Behandlungszentren, die sich denselben Qualitätsstandards in der Versorgung von Verletzten verpflichten, ist derzeit weltweit einzigartig“, erklärt Professor Gerhard Schmidmaier vom Universitätsklinikum Heidelberg. Ziel sei es, den jährlich weit mehr als 550.000 verletzten Unfallopfern in Deutschland rund um die Uhr und an jedem Ort die gleichen Chancen auf bestmögliche Diagnose und Therapie und damit Überlebenschancen zu sichern. Aus diesem Grund müsse jeder schwerverletzte Patient per Rettungswagen oder -hubschrauber innerhalb von 30 Minuten zu einer Klinik gebracht werden können, die über entsprechende Ausstattung und Expertise für die Behandlung seiner Verletzungen verfüge.

Zur klaren Orientierung für Notarzt, Rettungsdienste und Meldestellen werden die teilnehmenden Trauma-Zentren in drei Versorgungsstufen mit unterschiedlichen Anforderungen eingeteilt.

(20.10.2014)

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