Touristenschiff in Boppard gestrandet


Boppard (Rhein-Hunsrück-Kreis) – Auf einem Kabinenschiff einer englischen Reederei ist der Norovirus ausgebrochen. Das gesamte Kabinenschiff lag seit Montag in Boppard unter Quarantäne.

Die mehrtägige Schiffstour sollte von Andernach über Rüdesheim zurück nach Andernach führen. Auf dem Rückweg von Rüdesheim wurde die Erkrankung festgestellt und das Schiff musste in Boppard anlegen, um die ärztliche Versorgung der infizierten Personen zu gewährleisten.

Auf dem Schiff befinden sich 110 Personen einschließlich der Besatzung. Es haben sich rund 40 Personen mit dem Norovirus infiziert. Es wurden 16 Personen auf die Krankenhäuser der Umgebung (Boppard, Oberwesel und das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz) verteilt. Die restlichen akut infizierten Personen wurden auf dem Schiff ärztlich betreut.

Das Gesundheitsamt des Rhein-Hunsrück-Kreises war zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz vor Ort, um die Versorgung der betroffenen Personen zu gewährleisten und um durch sorgfältige Desinfektion eine weitere Verbreitung zu vermeiden.

Inzwischen hat sich die Lage etwas entspannt. Von den insgesamt 110 Passagieren und Besatzungsmitgliedern waren ca. 40 Personen erkrankt. Im Laufe des Tages werden die Passagiere mit Bussen nach England abreisen. 9 Passagiere werden im Krankenhaus verbleiben, da es ihr Gesundheitszustand noch nicht erlaubt zu reisen.

Das Kabinenschiff bleibt vorerst zur Desinfektion in Boppard.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?