Tote Helfer in Gaza


Bonn (rd.de) – Nach dem Angriff auf einem mit der israelischen Militärführung verabredeten Hilfsgüterkonvoi, setzt das Hilfswerk der Vereinten Nationen seine Hilfe aus.

Der Fahrer eines Hilfsgüterlastwagens wurde bei dem Angriff tödlich verletzt. Es ist nicht die erste Attacke gegen Fahrzeuge und Einrichtungen des UN-Hilfswerks. In der Nacht zum 6.1.2009 hatte die UN-geführte Grundschule in Gaza einen direkten Treffer hinzunehmen, bei dem drei junge Palästinenser ums Leben kamen. Die Grundschule ist ebenfalls klar als UN-Einrichtung gekennzeichnet. Familien der umliegenden Häuser sind in die Schule geflohen, von der Sie sich Sicherheit erhofft hatten. Als Konsequenz dieser Vorfälle, hat das UN-Hilfswerk nun seine Arbeit ausgesetzt.

Es scheinen keine Einzelfälle zu sein: Wie die Frankfurter Hilfsorganisation medico international mitteilt, wurden in den vergangenen Tagen mindestens 6 Gesundheitsarbeiter durch die israelische Armee getötet. Darunter ein Sanitäter der medico-Partnerorganisation „Health Work Committees“. Seine Ambulanz wurde von einem Helikopter aus beschossen.

Während der israelische medico-Partner „Ärzte für Menschenrechte“ politischen und juristischen Druck auf die israelische Regierung ausübt, um den Zugang medizinischer Hilfe für den Gaza-Streifen durchzusetzen, leistet die palästinensische Partnerorganisation PMRS medizinische Nothilfe vor Ort. Ihre Mitarbeiter und zahlreiche Freiwillige arbeiten rund um die Uhr in drei Schichten. Sie versorgen Verwundete und bringen sie in die Krankenhäuser. Zwei Teams versorgen die Bevölkerung mit mobilen Kliniken dort, wo es keinen Zugang zu medizinischer Versorgung mehr gibt.

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Die Hilfsorganisation Care betreibt ein Blog, das von Jawad Harb, Care-Koordinator eines Programms für die Unterstützung von Frauenzentren in Gaza, geschreiben wird. Seine Tagebucheinträge in deutscher Sprache kann man hier nachlesen.

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