Tödlicher Unfall an unbeschranktem Bahnübergang


Cuxhaven / Wesermarsch (ots) – Am Dienstagmorgen ereignete sich ein tödlicher Verkehrsunfall an einem unbeschrankten Bahnübergang in Nordholz. Ein 47-jähriger Mann übersah auf dem Weg zur Arbeit mit seinem VW-Bus das rote Blinklicht am Bahnübergang.

Nach dem bisherigen Kenntnisstand der Polizei könnte tiefstehendes Sonnenlicht den VW-Bus-Fahrer behindert haben. Sein Fahrzeug wurde von einer Regionalbahn erfasst, die von Cuxhaven in Richtung Bremerhaven unterwegs war. Der Lokführer hatte trotz Schnellbremsung keine Chance, den Zug rechtzeitig zu stoppen: Bei 80 km/h beträgt der Anhalteweg etwa 400 Meter.

Die Bahn schob den VW Bus etwa 200 Meter weit vor sich her. Die beiden Insassen des VW-Bus, ein Ehepaar im Alter von 47 und 43 Jahren, erlitten tödliche Verletzungen. Den anrückenden Einsatzkräften der Ortsfeuerwehr Deichsende, des Rettungsdienstes und der Polizei bot sich ein Bild des Grauens, beschreiben Feuerwehrleute aus Nordholz.

Passagiere der Bahn blieben laut Polizeikenntnis unverletzt. Sie leisteten Erste Hilfe und alarmierten die Rettungskräfte. Der Lokführer wurde betreut. Der Streckenabschnitt der Bahn musste für die Bergungsmaßnahmen mehrere Stunden gesperrt werden.

In dem Streckenabschnitt von Bremerhaven nach Cuxhaven mit einer Länge von etwas mehr als 33 Kilometern gibt es 41 Bahnübergänge. Davon sind 28 Übergänge mit Andreaskreuzen gesichert. Bei diesen 28 Übergängen handelt es sich um so genannte „Gleisüberquerungen an Nebenstrecken“, wie landwirtschaftliche Wirtschaftswege. Sie werden meistens von Anliegern benutzt.

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