Tipps für Radler in dunkler Jahreszeit


Bremen (pol/BF) – Es kommen wieder die Monate, in denen es kalt ist und bereits am späten Nachmittag dunkel wird. Doch nicht alle Fahrradfahrer steigen im Winter von ihren Rädern. Anlass genug, für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei Bremen, den Radfahrern Präventionstipps für die „dunkle Jahreszeit“ geben.

In den nächsten Monaten werden Rettungskräfte und Polizisten wieder vermehrt zu Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Fahrradfahrern alarmiert. Etwa 1.200 dieser Unfälle ereignen sich jährlich in der Hansestadt. Nur bei zirka der Hälfte aller Ereignisse waren die Radfahrer auch verursachend. Das heißt , auch wer sich korrekt im Straßenverkehr verhält, kann zum Unfallopfer werden. Ein Schutz, wie gute Beleuchtung, reflektierende Kleidung oder das Tragen eines Fahrradhelmes ist sehr wichtig.

Eine Studie des Statistischen Bundesamtes beweist, dass bei Verkehrsunfällen mit Radfahrern Kopfverletzungen die häufigste Todesursache ist. Das Tragen eines Helmes kann jedoch keine Unfälle vermeiden, aber die Gefahr für Gesundheit und Leben kann gesenkt werden.

„Sehen und gesehen werden“ – dieser Devise wird in der „dunklen Jahreszeit“ eine noch größere Bedeutung beigemessen. Grundsätzlich sollten Fahrradfahrer im Herbst oder Winter auf sehr helle, auffällige Kleidung achten, die bestenfalls noch mit Reflektorstreifen versehen ist. Noch effektiver ist das Tragen einer Reflektorweste.

Außerdem sollten die Radler jetzt kontrollieren, ob ihre Beleuchtungseinrichtung vorne und hinten funktionstüchtig sein. Ein weißer Reflektor vorne, ein roter hinten, gelbe Pedalrückstrahler und rote Speicherreflektoren (je zwei vorne und hinten) sind ebenfalls Vorschrift.

Weitere Sicherheitstipps für Fahrradfahrer finden Sie unter www.polizei.bremen.de.

Am Donnerstagmorgen war im Kreis Stade ein 26-jähriger Fahrradfahrer tödlich verunglückt. Rettungsdienst.de berichtete.

 

2 Responses to “Tipps für Radler in dunkler Jahreszeit”

  1. manuel on Oktober 29th, 2011 14:39

    Original-Teilzitat der Meldung: Außerdem sollten die Radler jetzt kontrollieren, ob ihre Beleuchtungseinrichtung vorne und hinten funktionstüchtig sein.

    Wenig hilfreich, wenn diese Beleuchtung nicht eingeschaltet wird. Unabhängig von der Jahreszeit kann es fast Jeder in den Abend-Nacht-und frühen Morgenstunden selbst miterleben: Etliche Radfahrer sind UNBELEUCHTET unterwegs.

    Ausserdem beobachtet zumindest ich persönlich u.a. folgende Radfahrer-Unsitten, ich bin Berufsfahrer und täglich auf den Strassen unterwegs:

    – Bei Rot über Kreuzungen, Einmündungen etc..fahren.

    – Entgegen der Einbahnstrassenrichtung fahren (angebl. rechtl. sogar zulässig, aber nicht minder risikovoll). Und ebenfalls entgegen der Fahrtrichtung auf Fahrradwegen unterwegs.

    – Fahrradwege sind offenbar nur noch Zierwerk, in vielen Fällen Radfahrer trotz vorhandener und befahrbarer Radwege mitten auf der Fahrbahn unterwegs.

    – Plötzliches Abbiegen OHNE Ankündigung der Richtungsänderung, andere Fahrzeuge werden so z.B. der Vollbremsung gezwungen. U.a. Omnibus-Fahrgäste fallen dafür aus „Dankbarkeit auf die Knie“….

    Um dieses Posting kurz zu halten, sind das nur EINIGE von vielen Radfahrer-Verhaltensweisen.

    Kfz-Führer sollten an dieser Stelle aber bitte auch beim Rechtsabbiegen und Türenöffnen den „Radfahrerblick“ machen. Der so „gefällte Radfahrer“ findet seinen Abgang keineswegs komisch….

    Den Rad-Falschfahrern zur Info: Im Falle des Unfalls gibts bei Autos, etc…nur Beulen, Lackschäden etc…Ihr selbst bildet mit eurerem eigenen Körper die Knautschzone! Ein Fahrradhelm ist kein Allheil-bzw. Schutzmittel…Bitte mal hierüber nachdenken. Ich selbst fahre seit über 35 Jahren unfallfrei Fahrrad OHNE Helm, wobei ich zur meiner Eigensicherung jedoch auch einige Regeln beachte.

  2. locco on November 1st, 2011 10:19

    Unkenntnis in der StvO:

    1. In speziell dafür ausgeschilderten Einbahnstraßen ist das durchfahren entgegen der Fahrtrichtung erlaubt.

    2. Die Nutzung der Radwege ist nicht zwingend vorgeschrieben. Es ist teilweise sogar sicherer für Radfahrer den Radweg nicht zu nutzen.

    Alles andere was du genannt hast, sind durchaus Ordnungswidrigkeiten. Als Kind musste ich, wie viele Andere auch, noch einen Fahrradführerschein machen. Leider scheint das bei vielen verloren gegangen zu sein.

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