THW zur Bergung eines Brandopfers im Einsatz


Grabowhöfe/ Kr. Müritz (pol/THW) – In voller Ausdehnung brannte am Wochenende ein Einfamilienhauses in Grabowhöfe. Die Feuerwehr fand eine verbrannte Person. Wegen akuter Einsturzgefahr wurde das THW zu Hilfe gerufen.

Nach den durchgeführten Löscharbeiten und der Begehung durch die Feuerwehr, wurde eine verbrannte Person im Obergeschoss des Wohnhauses tot aufgefunden. Wegen der hohen Einsturzgefahr, kam das THW zum Einsatz.

Der THW OV Waren bereitete sich eigentlich auf eine Trümmerübung vor. Hierzu sollten Bahnschwellen verladen werden, um eine Trümmerstrecke aufzubauen. Mit der Einsatzalarmierung zur Brandstelle wurde aus der geplanten Übung schließlich ein realer Einsatz. Die Anforderung erfolgte durch die Polizeiinspektion Neubrandenburg, speziell der Brandursachenermittler.

Der Brandermittler informierte das THW darüber, dass die Leiche im ersten Obergeschoss unter etwa 80 Zentimetern Schutt liegt. Zuerst musste der Schornstein und eine Wand eingerissen werden. Zudem mussten die Abtragearbeiten umsichtig durchgeführt werden, damit im Laufe der Bergung keine Spuren verwischt werden.

Nach der Niederlegung des Schornsteins durch Muskelkraft und Arbeitsleinen, wurden zudem zwei Mauerreste in der Nähe der Leiche niedergelegt. Da die Holzbalkendecke fast komplett abgebrannt war, mussten Steckleitern über zwei Wände gelegt und mit Brettern belegt werden. Anschließend wurde die Leiche vom Schutt befreit und abermals von Brandursachenermittler und Kriminalbeamten begutachtet. Zwischenzeitlich bekämpften Feuerwehr und THW gemeinsam ein Glutnest.

Nachdem der Leichenwagen vor Ort war, begann die eigentliche Bergung. Aufgrund der Position des Toten war eine Umlagerung in den Sarg nicht möglich. Zuerst wurde der Leichnam in einem Leichensack vom Haus über eine schiefe Ebene geborgen und anschließend im Sarg abtransportiert.

Ein weiterer Schornstein und die Giebel mussten sicher niedergelegt werden, um Gefährdungen für Menschen auszuschließen. Dies geschah mit Hilfe von motorbetriebenen Greifzug und Radlader.

Für das THW war dieser Einsatz nicht nur körperlich belastend, sondern auch psychisch, da es für die Meisten die erste Bergung eines Leichnams war.

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