THW-Mitarbeiter im Sudan entführt


Bonn (rd.de) – In der Nacht zum Mittwoch wurden zwei THW-Mitarbeiter aus ihrem Wohnhaus in der sudanesischen Stadt Nyala verschleppt. Zu dem Verbleib der beiden THW-Angehörigen liegen zurzeit keine Informationen vor. Das Krisenzentrum des Auswärtigen Amtes hat die Koordinierung aller Maßnahmen übernommen.

„Eine Entführung ist eine schreckliche Tat, besonders auch für die Angehörigen, Freunde und Kollegen. Ich bin zutiefst erschüttert und betroffen,“ sagte THW-Präsident Albrecht Broemme heute in Berlin.

Das THW ist seit 2004 in Sudan tätig und unterstützt im Auftrag der Vereinten Nationen die Hilfsorganisationen vor Ort. In Nyala und El Fasher betreibt das THW, finanziert vom Auswärtigen Amt, KFZ- und Generatorenwerkstätten. Das THW-Team gewährleistet so die Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen, Stromerzeugern und sonstigem technischen Gerät der vor Ort tätigen UN- und Hilfsorganisationen

Die Afrika-Expertin und Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der FDP-Bundestagsfraktion Marina Schuster fordert die Entführer auf, die beiden in Darfur entführten Entwicklungshelfer des Technischen Hilfswerks (THW) unverzüglich, bedingungslos und unversehrt freizulassen. Das THW leiste einen wichtigen Beitrag in der Krisenregion Darfur. Die Entführung schade der humanitären Arbeit des THW.

Nach Angaben von Andreas Peschke, Pressesprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin, handelt es sich bei den beiden Entführten um zwei Männer im Alter von 34 und 52 Jahren, die für das Technische Hilfswerk tätig sind.

Derzeit sind 58 Helfer aus Deutschland mit Auftrag der Bundesregierung im Sudan tätig, die für die Missionen der Vereinten Nationen UNMIS und UNAMID arbeiten .

(Quellen: THW, FDP, Auswärtiges Amt)

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?