Thüringen: Notfallsanitäter-Ausbildung soll verschoben werden


Erfurt (DRK) – Thüringen plant nach Informationen des Deutschen Roten Kreuzes, den Beginn der beruflichen Erstausbildung von Notfallsanitätern auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

Wie das DRK am Montag (19.05.2014) mitteilte, werde die Regierungskoalition in dieser Woche dem Thüringer Landtag ein geändertes Rettungsdienstgesetz zur Beschlussfassung vorlegen. In diesem würde die Finanzierung der Berufsausbildung von Notfallsanitätern offen gelassen. Lediglich die Finanzierung der Ausbildung jetziger Rettungsassistenten zu Notfallsanitätern werde geregelt.

Gerhard Günther, Präsident des DRK-Landesverbandes: „Ich bin betroffen, dass ein Fachkräftemangel im Rettungsdienst und die Abwanderung des Nachwuchses für diesen Beruf in andere Bundesländer nicht nur in Kauf genommen, sondern sogar gefördert wird.“

Der DRK-Landesverband Thüringen weist darauf hin, dass bis 2018 allein in den DRK-Rettungsdiensten im Freistaat 140 Rettungsassistenten aus Altersgründen ausscheiden werden. Sie könnten nicht ersetzt werden, wenn die Berufsausbildung von Notfallsanitätern nicht schon 2014 beginne.

Ebenfalls Anfang dieser Woche hatte bereits der Thüringer Feuerwehr-Verband vor möglichen Personalengpässen im Rettungsdienst gewarnt.

2 Responses to “Thüringen: Notfallsanitäter-Ausbildung soll verschoben werden”

  1. Markus Hoffmann via Facebook on Mai 22nd, 2014 13:08

    Wie immer mangelnde Weitsicht

  2. Jo-Jo on Mai 23rd, 2014 01:33

    Weitsicht hätten diese Leute noch nie, sonst würden sie den Job mal anständig bezahlen die Verbrecher.

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