Telekom verursachte landesweiten Funkausfall


Harrislee (ots) – Zu zahlreichen Störungen der Funkverbindungen der Leitstellen in Schleswig-Holstein kam es in der Nacht zu Freitag.

Allein in Harrislee fielen mehrere Male, bis in die Morgenstunden hinein, die Funkverbindungen zu den Einsatzkräften im Rettungsdienst und den Feuerwehren aus. Auch in Elmshorn zeigten sich zeitgleich identische Störungen. Ursächlich hierfür waren unangekündigte Wartungsarbeiten der deutschen Telekom an einem Serverstandort. 

Betroffen waren in erster Linie Datenverbindungen, über die die Leitstellen an verschieden Funksendestationen im ganzen Land angebunden sind. Durch die Wartungsarbeiten wurden die hochwichtigen und sensiblen Verbindungen schlichtweg abgeschaltet.

Aufgrund der fehlenden Information durch die Telekom an die Rettungsleit- oder Koordinierungsstellen sind diese unvorbereitet von den Abschaltungen getroffen worden. Die Kommunikation mit den Einsatzkräften konnte nicht aufrechtgehalten werden. Personen oder Einsatzgeschehen seien durch den Ausfall nicht gefährdet worden, teilte die Leitstelle Nord mit. Der professionelle Umgang mit der Situation, durch die Mitarbeiter der Leitstellen, hätte dies verhindert.

4 Responses to “Telekom verursachte landesweiten Funkausfall”

  1. Manuel on November 27th, 2010 13:10

    Ursächlich hierfür waren unangekündigte Wartungsarbeiten der deutschen Telekom an einem Serverstandort.

    Welche Info trifft letzendlich zu – unangekündigte Wartungsarbeiten, oder massiver T-Systems-Backbone Ausfall? Auf Heise punkt de vom 26.11.2010 diese Originalmeldung auffindbar:

    Nächtliche Störung im Backbone-Netz von T-Systems
    ———
    Nach mehreren übereinstimmenden Leserberichten gab es vergangene Nacht etwa ab 2:30 Uhr eine massive Störung im MPLS/IPLS-Backbone-Netz von T-Systems. Sie wirkte sich bundesweit etwa mit Verbindungsunterbrechungen zu Filialen aus und wurde gegenüber den Lesern durch Hotline-Mitarbeitern der Firma bestätigt.

    Betroffen sei danach auch das automatische Meldesystem von T-Systems, das solche Fehler und Störungen den T-Systems-Kunden mitteilen soll. Seit kurz nach 8:00 Uhr am Freitagmorgen scheint der Fehler im T-Systems-Netz weitgehend behoben zu sein: Die Verbindungen funktionieren wieder, nur das Ticketsystem ist noch überlastet, berichten die Leser auf Nachfrage. Die Telekom-Pressestelle verneint gegenüber heise Netze allerdings eine bundesweite Störung im MPLS/IPLS-Netz, weitere Informationen nannte sie bislang nicht.

    [Update]Wie Telekom-Pressesprechers Albert Hold am Nachmittag bestätigte, verursachte ein Software-Fehler im Route Reflector System (RR) des Backbones die massiven Ausfälle zwischen 2:30 und 7:30 Uhr. Seitdem haben die Techniker den Fehler jedoch weitgehend im Griff.

    Obwohl der Route Reflector redundant ausgelegt ist, beeinträchtigte der Fehler alle daran beteiligten Systeme: Sie stammen alle von einem Hersteller, was der Netzbetreiber nun ändern will. Aktuell testen die T-Systems-Techniker einem vom RR-Hersteller bereitgestellten Software-Fix, der das Problem vollständig beheben soll. Bei Erfolg soll er gegen 16:00 Uhr in das RR-System eingespielt werden. ENDE DER ORIGINALMELDUNG

    Zumindest wegen der identischen Ausfallszeit liegt nahe, dass hiervon auch die genannten Rettungsleitstellen betroffen waren.

    Dürfte bei Einführung des BOS-Digitalfunks im Falle von Havarien etc…einiges für Einsatzkräfte und Bevölkerung zu erwarten sein.

  2. Status3 on November 28th, 2010 19:43

    Naja, der Digiatlfunk wird bei uns wesentlich kürzere Pufferzeiten bei Stromausfällen aufweisen. Des Weiteren würde mich interessieren, warum ein kompletter Ausfall des Funks keine Beeinträchtigung der Notfallversorgung bzw. der Einsatzabwicklung bedeutet hat…

  3. Da Bertl on November 29th, 2010 15:55

    Nur gut dass der digitalfunk in den nächsten 10-Jahren noch nicht kommt und da in den Bergen sowieso garned funktioniert wirds in bayern mit sicherheit noch 20 jahre dauern 😀

  4. grem on Dezember 2nd, 2010 07:53

    nicht übel wo sich der ausfall überall auswirkte. wir hatten einen WELTWEITEN ausfall unseres konzernnetzes, da dank planzentralisierung alles weg war. aus anderen konzernen ist ähnliches zu hören gewesen. na, hoffentlich gut versichert…

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