Telefonreanimation jetzt auch in Göppingen


Göppingen (DRK) – Die Leitstelle in Göppingen setzt bei Notrufen nun ebenfalls auf die so genannte Telefonreanimation, wie das DRK am Montag (05.08.2013) mitteilte. Sollten Anrufer Symptome beschreiben, bei denen Patienten reanimiert werden müssen, unterstützen die Disponenten den Anrufer mit Erklärungen.

Dabei sollen sich ungeübte Ersthelfer auf die Herzdruckmassage konzentrieren. Die Beatmung am Telefon zu erklären, dauere viel zu lange, meint der Leiter der integrierten Leitstelle Göppingen, Robert Scheel. Ein- bis zweimal im Monat kämen solche Situationen vor.

Ein Fall zeigt, dass die Reanimation auch funktioniert: Der Mann einer 65-Jährigen war eines Morgens mit einem Herzinfarkt umgekippt. Die Frau hatte zwar kaum Erste-Hilfe-Wissen, begann jedoch nach Zureden des Leitstellen-Disponenten mit der Herzdruckmassage, bis der Notarzt eintraf. Drei Wochen später konnte ihr Mann das Krankenhaus vollständig genesen wieder verlassen.

CO-Warner für Einsatzkräfte

Eine weitere Neuerung im Kreis Göppingen soll vor allem die Einsatzkräfte schützen: Alle Rettungsdienst-Fahrzeuge sind nun mit Kohlenmonoxid-Warnern ausgestattet. Die Warner haben die Größe eines Mobiltelefons und geben bei erhöhten Kohlenmonoxid-Werten einen schrillen Piepston ab.

„Das Gefährliche ist: Ich sehe es nicht, ich rieche es nicht“, weiß Rettungsdienstleiter Ralph Schuster. Hinweise auf Kohlenmonoxid wie Übelkeit müssten ernst genommen werden, erklärt der Fachmann. Nun sind alle Fahrzeuge im Kreis Göppingen mit entsprechenden Geräten ausgerüstet – von DRK, Maltesern und Johannitern. Die Kosten von rund 100 Euro pro Gerät übernahmen die Krankenkassen.

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