Telefonreanimation für einen Säugling


Berlin (BF) – Um 11:38 Uhr ging gestern bei der Leitstelle der Berliner Feuerwehr der Notruf einer Mutter ein. Ihr erst zwei Tage altes Neugeborenes hatte einen Atemstillstand.

Ein Mitarbeiter der Feuerwehrleitstelle disponierte entsprechend Rettungskräfte und betreute zeitgleich die besorgte Mutter welche, natürlich sehr aufgeregt war. Dem Leitstellenmitarbeiter gelang es, die Mutter etwas zu beruhigen und sie zur Wiederbelebung des Säuglings anzuleiten.

Tatsächlich gelang es so der Mutter, das Kind ins Leben zurückzuholen. Ein kurze Zeit später mit dem Rettungshubschrauber Christoph 31 eintreffender Notarzt versorgte das Kind und begleitete es ins Krankenhaus. nach Einschätzung des Notarztes hätte das Kind ohne die Telefonreanimation keine Überlebenschance gehabt.

Der Leitstellenmitarbeiter war wegen des positiven Ausgangs sichtlich gerührt und versteht dies nach eigenen Worten als große Motivation für seine künftige Arbeit.

4 Responses to “Telefonreanimation für einen Säugling”

  1. Phil on November 10th, 2011 10:05

    Interessant wäre es zu wissen, ob der Disponent eigenständig diese Reanimation telefonisch eingeleitet hat oder ob dies durch das Leitstellenabfragesystem vorgegeben wurde.

    Nichtsdestotrotz eine super Leistung!

  2. Jörn on November 10th, 2011 10:47

    Das sind die – leider viel zu selten gewordenen – Glücksmomente in unserem Retter-Dasein, die wir immer wieder gerne erleben wollen und die wir auch zum Weitermachen brauchen…

    DANKE an den Leitstellendisponenten – und an die Mutter, die wohl am emotionalsten von allen Beteiligten war und trotzdem ihre Sache gut gemacht hat.

    FAZIT: Nichts ist GUT, außer man TUT es!

  3. Kapu on November 10th, 2011 18:56

    Gratulation dem Leitstellen-Mitarbeiter, Dennoch ist es einfach nur peinlich, dass eine solche Meldung im Jahr 2011 noch eine Meldung wert ist – es müßte eigentlich schon längst flächendeckend Standard sein.

  4. Sebastian on November 13th, 2011 15:29

    Hallo!

    @Phil:
    Die Verwendung von MPDS (Medical Priority Dispatch System) – auch bekannt als „Standardisiertes Notrufabfrage-Protokoll (SNAP)“ – sieht ausdrücklich die „Anleitungen zu Sofortmaßnahmen“ vor.
    Gibt entsprechende Anweisungen für Reanimationen (in drei Altersvarianten), Geburtshilfe (auch mit Komplikationen), Bolusgeschehen, Erhängen, Sinkendes Fahrzeug und noch kleinere Hilfen (Atmung prüfen, Blutung stillen etc.).

    Gruß
    Sebastian

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