Tarifstreit beim DRK beendet


Berlin – Im Tarifstreit zwischen ver.di und der Bundestarifgemeinschaft (DRK) liegt nun der einstimmige Beschluss der Schlichtungskommission vor. Er empfiehlt den Abschluss eines Tarifvertrags mit einer Laufzeit bis zum 31.03.2009 und folgenden Eckpunkten. Die Bundestarifgemeinschaft hat den Vorschlag der Schlichtungskommission mehrheitlich akzeptiert.

Die Schlichter schlagen vor, dass die Beschäftigen für die Monate Januar bis März einen Einmalbetrag in Höhe von 380 Euro erhalten. Ab April erhöhen sich die Löhne und Gehälter tabellenwirksam um 50 Euro im Monat. Ab Juli 2008 folgt eine Steigerung um 3,1 Prozent, ab Januar 2009 eine weitere um 0,7 Prozent. Dazu kommt eine Einmalzahlung im Januar 2009 von 225 Euro. Die Arbeitszeit wird ab 1. Juli 2008 für die meisten Mitarbeiter 39 Stunden betragen.

„Die Einigung bedeutet finanzielle Belastungen außerhalb der vorhandenen Refinanzierungsmöglichkeiten. Der Abschluss wurde begünstigt durch den politischen Aufruf nach einem ‚ordentlichen Schluck aus der Pulle’. Wir fordern daher Bund, Länder und Kassen auf, sich an der Schließung der Finanzlücke zu beteiligen“, sagt Clemens Graf von Waldburg-Zeil, der Verhandlungsführer der Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes. „Zufrieden sind wir mit der Arbeitszeitregelung und der Abkopplung der künftigen Verhandlungen der Bundestarifgemeinschaft vom öffentlichen Dienst. Ab April 2009 werden wir eigenständig und unabhängig vom Tarif-Rhythmus des öffentlichen Dienstes Tarifverträge abschließen können.“

Seit Dezember 2007 vergangenen Jahres hatten die Bundestarifgemeinschaft und die Gewerkschaft ver.di um einen Abschluss gerungen.

Quelle: DRK

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