Tarifabschluss für Beschäftigte des DRK


Berlin (DRK) – Die Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat sich mit der Gewerkschaft Verdi auf einen Tarifabschluss geeinigt. Danach gibt es ab 1. Juli 2012 eine lineare Entgelterhöhung für Beschäftigte des Roten Kreuzes von 3,5 Prozent. Eine weitere lineare Entgelterhöhung von 2,0 Prozent erfolgt ab 1. Januar 2013.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2013. Außerdem einigte sich die Tarifkommissionen auf Eckpunkte zu einer neuen Entgeltordnung, die zum 1. Januar 2013 in Kraft tritt.

“Mit diesem Abschluss sind wir bis an die Grenze des Vertretbaren gegangen, um zum einen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK den Anschluss an die allgemeine Tarifentwicklung zu gewährleisten. Zum anderen schafft dieses Ergebnis für die Arbeitgeber in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Marktumfeld Planungssicherheit und stellt die Attraktivität im Wettbewerb um fachlich gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin sicher”, sagte Clemens Graf von Waldburg-Zeil, Generalsekretär des DRK und Vorsitzender der Bundestarifgemeinschaft.

Von dem Tarifabschluss sind unmittelbar rund 20.000 Beschäftigte des DRK unter anderem bei Rettungsdiensten, Pflegeeinrichtungen und Kindertagesstätten betroffen. Die Tarifkommissionen haben eine beiderseitige Erklärungsfrist bis zum 18. Mai 2012 vereinbart.

3 Responses to “Tarifabschluss für Beschäftigte des DRK”

  1. M. Leber on April 21st, 2012 17:33

    Dies ist alles andere als ein guter Abschluss!
    -Krankenkassen haben so viel Geld wie nie!
    Und dazu haben die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Wachstumsprognose für 2012 in ihrem Frühjahrsgutachten von 0,8 auf 0,9 Prozent erhöht. Im nächsten Jahr trauen die Ökonomen der Wirtschaft ungeachtet der flauen Weltkonjunktur sogar wieder einen kräftigen Zuwachs von 2 Prozent zu.
    Und was handelt unsere Ver.di Vertretung für uns aus.
    Da kann ich nur NEIN sagen.
    In 2013 würde ein Mitarbeiter der von EG 6 Stufe 3 nach EG 7 Stufe 3 kommt 5,32 % mehr Gehalt erhalten; was abzüglich 1 % Ver.di-Beitrag, 2,x % Inflation und der höheren Lohnsteuer etc. pp. einen fraglichen Zuwachs an Nettomonatslohn darstellt.

  2. Vincent Thies on April 23rd, 2012 00:03

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass davon wirklich was in den Taschen der Kollegen im Rettungsdienst ankommt, immerhin werden doch inzwischen kaum noch RTWs vom DRK selbst betrieben. Und so wie sich das liest, gilt dieser Abschluss nicht für DRK-Zweckbetriebe wie die ganzen DRK Rettungsdienst XY (g)GmbH, die überall entstanden sind.

    Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

  3. Stefan on April 23rd, 2012 16:33

    Ich bin immer wieder erschrocken wie wenig Wissen bzw. falsches Wissen zu Tarifverträgen vor allem im Netz kursiert. Macht euch doch mal erst richtig kundig z.B. bei der Verdi Hompage bevor ihr immer diese Halbwahrheiten verbreitet. Und zudem wem diese 3,5% zuwenig sind kann ja darauf verzichten, ich nehm sie im gerne ab!!!!
    Und dann auch noch die Gewerkschaft immer für Inflationsraten oder kalte Pogression verantwortlich machen….gehts noch?

    Dieser DRK Reformtarifvertrag und somit die Entgelderhöhungen usw. gelten natürlich nur für die DRK Rettungsdienstanbieter die dem DRK Arbeitgeberverband angehören und somit mit VerDi den Tarifvertrag abgeschlossen haben. Das kann ein e.V sein es kann aber genauso eine gGmbH beim DRK sein. Das macht keinen Unterschied! Ihr müsst euch halt vorher erkundigen bevor ihr irgend einen Arbeitsvertrag unterschreibt. Wem diese Niedriglöhne von RD Betreibern ohne Tarif zu niedrig sind der muss sich nach einem anderen Job umsehen anders gehts nicht.
    Erst wenn der Chef merkt daß er selbst möglichst auf 2 oder 3 Autos gleichzeitig sitzen müsste damit der Laden läuft, wird es vieleicht besser. Aber obacht: es gibt dann immer noch diese oberwichtigen KatS Einheiten die ja für die Hiorgs so lebenswichtig sind. Da könnten dann immer noch welche dabei sein die aus langweile den Job noch mittmachen oder weil sie keinen anderen haben.

    Ich bitte meinen Zynismus zu entschuldigen, aber machmal gehts nicht anders.

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