Stürmische Einsätze für die Seenotretter


Bremen (DGzRS) – Die ersten Einsätze im neuen Jahr haben die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) unter erschwerten Bedingungen gefahren. Heftiger Sturm an Nord- und Ostseeküste mit Böen in Orkanstärke hat ihnen besondere Aufmerksamkeit abverlangt.

Zwischen den Nordseeinseln und dem Festland waren Rettungseinheiten der DGzRS unter anderem am Dienstag, 3. Januar 2012, in gleich zwei Fällen für erkrankte Menschen im Einsatz. Der Seenotkreuzer Eiswette brachte bereits in den Morgenstunden einen Schlaganfall-Patienten von Pellworm nach Nordstrand.

Der Seenotkreuzer Hannes Glogner wiederum transportierte am Nachmittag einen Mann mit Herzinfarkt-Verdacht von der Insel Norderney ans Festland nach Norddeich. Aufgrund des zunehmenden Sturms mit Stärken bis zehn Beaufort (über 100 km/h Windgeschwindigkeit) und heftigen Regen- und Hagelschauern schied der Einsatz eines Hubschraubers aus. Während der Überfahrt mit dem Seenotkreuzer begleitete eine Notärztin den Patienten.

Im Herbst und Winter gelten die Einsätze der Seenotretter wieder vermehrt der Handelsschifffahrt, der Küstenfischerei sowie erkrankten Menschen auf Seeschiffen, Inseln oder Halligen. Zwar fahren die DGzRS-Besatzungen jetzt deutlich weniger Einsätze als im Sommerhalbjahr, wenn sie ebenso für Sportschifffahrt und Seetourismus unterwegs sind. Erfahrungsgemäß sind allerdings die Einsätze im Winterhalbjahr für die Seenotretter oft umso härter.

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