Stromschlag am Fahrdraht


Weyhe (FF) – Bei einem schweren Unfall an der Bahnstrecke Bremen – Osnabrück ist am Samstag, den 15. März, ein 16-jähriger Jugendlicher ums Leben gekommen.

Der Jugendliche war, nach Ermittlungen der Polizei, aus unklaren Gründen auf einen abgestellten Waggon geklettert, hatte einen Stromschlag durch den Fahrdraht erlitten und war daraufhin vom Waggon gestürzt.

Anlieger der Straße „Am Bahndamm“ in Kirchweyhe informierten umgehend die Feuerwehr. Die Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle Diepholz alarmierte daraufhin gegen 22:21 Uhr die Ortsfeuerwehren Lahausen und Kirchweyhe über Sirene und Funkmeldeempfänger. Die ersteintreffenden Kräfte sperrten die Einsatzstelle weiträumig ab und ließen eine umgehende Streckensperrung durch die Deutsche Bahn vornehmen. Weitere Einsatzkräfte kümmerten sich um die vier unverletzten jugendlichen Begleiter des Jugendlichen und die Anwohner. Erst nach Abschaltung des Fahrdrahtes konnten die Einsatzkräfte den Unfallort betreten. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Jugendlichen feststellen.

Für die Dauer der Ermittlungen der Polizei errichtete die Feuerwehr einen Sichtschutz, um neugierige Blicke vieler Schaulustiger zu verhindern. Des Weiteren sorgte die Feuerwehr für die Ausleuchtung der Einsatzstelle.

Nach rund zwei Stunden konnte der Einsatz für die 35 Feuerwehrangehörigen, die mit fünf Fahrzeugen vor Ort waren, beendet werden. Neben der Feuerwehr waren die Kräfte der Polizei Weyhe, der Polizeiinspektion Diepholz, die Bundespolizei, der Rettungsdienst, der Notfallmanager der Bahn und ein Notfallseelsorger vor Ort.

Im Zusammenhang mit diesem Unglück weist die Feuerwehr nochmals ausdrücklich auf die Gefährlichkeit von Bahnanlagen hin. Neben der Gefährdung durch den Hochgeschwindigkeitsverkehr auf der Hauptstrecke Bremen – Osnabrück stellen die Fahrdrähte mit ihrer Spannung von 15.000 Volt eine große Gefahr dar.

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