Streit um Kreisleitstelle Lüdenscheid


Lüdenscheid (pm) – Der Ausschuss für Gesundheit und Soziales des Märkischen Kreises diskutierte den Entwurf zum Rettungsdienstbedarfsplan. Die Kreisleitstelle in Lüdenscheid bleibt unverändert ein Zankapfel.

Nachdem der zuständige Fachbereichsleiter Volker Schmidt die im Vorfeld von einigen Städten und Gemeinden erbetenen Änderungen in der rettungsdienstlichen Vorhaltung vorgestellt hatte, zeichnete sich eine deutliche Mehrheit im Ausschuss ab.

Kein Einvernehmen konnte dagegen mit dem Städten Iserlohn, Hemer und Menden hergestellt werden. Grund dafür war die im Rettungsdienstbedarfsplan vorgeschlagene Aufschaltung der Notrufnummer 112 auf die Kreisleitstelle in Lüdenscheid. Die Berufsfeuerwehren in Iserlohn, Hemer und Menden betreiben noch eigene Nachrichtenzentralen.

Laut Rettungsdienstbedarfsplan könnte die Kreisleitstelle die Aufgaben mit erledigen. Zuletzt hatte Altena aufgeschaltet, Plettenberg folgt in Kürze. „Laut Rettungsdienstgesetz ist eine Kreisleitstelle zu betreiben. Das machen wir“, so Volker Schmidt. Das Vorhalten eigener Nachrichtenzentralen in den Städten sei eine freiwillige Leistung der Kommunen und liege in deren Entscheidungskompetenz. „Da hält sich der Kreis raus.“

Allerdings hätten die Krankenkassen angedeutet, die Kosten für die freiwillige Leistung nicht mehr zu erstatten. Ein Einvernehmen zum Rettungsdienstbedarfsplan aus den Städten im Nordkreis sei wohl nicht mehr zu erwarten, so der Fachbereichsleiter. Die Bezirksregierung in Arnsberg werde jetzt mit der Angelegenheit betraut und möglicherweise das Einvernehmen ersetzen.

One Response to “Streit um Kreisleitstelle Lüdenscheid”

  1. bertl on Juni 29th, 2011 16:12

    wie in der steinzeit 🙂 ein hoch auf die ils in bayern

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