Streit um Hubschrauber-Standort


Donauwörth (rd.de) – Im Streit um einen neuen Hubschrauber-Standort in Nordschwaben, erhöht der Kreis Donau-Ries den Druck auf Rettungszweckverband und Landesregierung.

Ein Fachgutachten empfahl den Standort Donauwörth, um die rettungsdienstliche Versorgung in Nordschwaben zu verbessern. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bekundete hingegen seine Präferenz für den Standort Augsburg.

Im Tauziehen um den neuen Hubschrauber-Standort erneuerte Landrat Stefan Rößle (CSU) nun die Forderung, einen Rettungshubschrauber in Donauwörth zu stationieren. In einem Brief wendete er sich an den zuständigen Rettungszweckverband Augsburg, dessen Vorsitz der Oberbürgermeister von Augsburg Dr. Kurt Gribl (CSU) inne hat. Er erinnerte den Rettungszweckverband an seine satzungsgemäßen Aufgaben und forderte, dafür Sorge zu tragen, dass die bestehenden Defizite in der Notfallversorgung im Landkreis Donau-Ries beseitigt werden.

Die Entscheidung für einen Rettungshubschrauber-Standort solle nicht durch Prestigedenken sondern sondern durch den Bedarf der Menschen in der Region geleitet sein. Der Landrat verweist auf eine entsprechende Resolution des Kreistages Donau-Ries.

Um den öffentlichen Druck in dieser Frage zu erhöhen, veröffentlichte das Landratsamt den Inhalt des Schreibens über das Nachrichten-Mitmachportal „my Heimat“.

Die Augsburger Allgemeine Zeitung zitierte in diesem Zusammenhang Rainer Hutka, Sprecher des bayerischen Innenministeriums, mit den Worten, es sei noch nichts definitiv entschieden.

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