Streifenwagen landete auf dem Dach


Langenfeld (ots) – Über Notruf gemeldete Hilferufe einer scheinbar in Not befindlichen Frau in Monheim waren der Grund für eine Polizei-Einsatzfahrt, die in einem Eigenunfall endete.

Am Dienstagabend gegen 18.05 Uhr fuhr ein Streifenwagen der Langenfelder Polizei über die noch innerstädtische Knipprather Straße (L 402) in Langenfeld mit eingeschaltetem Blaulicht und Einsatzhorn in Richtung Monheim. Unter Inanspruchnahme von Sonderrechten fuhr der 26-jährige Fahrer des grün-silbernen Polizei-Passats dann auch in die beampelte Einmündung Katzberg ein, obwohl die für seine Fahrtrichtung geltende Lichtzeichenanlage Rotlicht zeigte.

Dabei kam es auf regennasser Fahrbahn zur schweren Kollision mit dem roten PKW Opel-Astra eines 34-jährigen Mannes aus Dortmund, der bei Grünlicht zeigender Ampel seiner Fahrtrichtung gerade in die Knipprather Straße einbog und die Sondersignale des Streifenwagens offenbar nicht rechtzeitig genug wahrgenommen hatte. Durch die Kollision wurde der Streifenwagen nach rechts von der Fahrbahn geschleudert, wobei der VW-Passat neben der Straße auf eine dort beginnende Leitplanke geriet, die das Einsatzfahrzeug in die Luft katapultierte und sich überschlagen ließ. Nach mehreren seitlichen Überschlägen kam der Streifenwagen auf dem Dach liegend zum Stillstand.

Der 26-jährige Fahrer des Polizeiwagens, wie auch dessen 23-jähriger Kollege und Beifahrer, wurden dabei dank angelegter Sicherheitsgurte, ausgelöster Airbags und hoher Sicherheitsstandards ihres Fahrzeugs nur leicht verletzt. Auch der ebenfalls angeschnallte 34-jährige Opel-Fahrer erlitt bei dem Unfall glücklicher Weise nur leichtere Verletzungen. Alle drei Verletzten wurden mit angeforderten Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht, welche alle drei Patienten jedoch nach nur ambulanter ärztlicher Behandlung schon bald wieder verlassen konnten.

Die zwei Unfallfahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten von örtlichen Unternehmen geborgen und abgeschleppt werden. An ihnen entstand ein geschätzter Gesamtsachschaden in Höhe von rund 40.000,- Euro.

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