Straßenbahnen frontal kollidiert


Karlsruhe (pol) - 15 Verletzte und einen Schaden von zirka 600.000 Euro forderte ein Verkehrsunfall unter Beteiligung von zwei Straßenbahnen in Karlsruhe am Donnerstagabend. Ein 57-jähriger Wagenführer fuhr mit einer Straßenbahn die Ebertstraße vom Hauptbahnhof kommend in Richtung Karlstraße. Im Bereich der dortigen Weiche hätte diese per Induktion von linksabbiegen auf geradeaus schalten müssen, was sie jedoch nicht tat. Die Bahn die eigentlich gerade aus hätte fahren müssen fuhr nun in die Spur zum Linksabbiegen. Auch eine weitere Sicherung, die die falsch fahrende Bahn per Induktion normalerweise zwangsbremsen hätte müssen, versagte offensichtlich, so dass die Bahn schließlich im Kreuzungsbereich ungewollt nach links abbog. Zur gleichen Zeit fuhr die Straßenbahn eines 34-jährigen Wagenführers der dortigen Haltestelle in Richtung Hauptbahnhof aus. Im Kreuzungsbereich kam es zwischen der falsch abbiegenden und der anderen Bahn zum Zusammenstoß im stumpfen Winkel. Durch die Wucht des Aufpralls entgleisten beide Bahnen. Der Wagenführer der abbiegenden Bahn erlitt leichte Verletzungen. Der Wagenführer der geradeaus fahrenden Bahn wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er erlitt schwere Verletzungen. In den beiden Bahnen wurden 13 Fahrgäste verletzt. Insgesamt wurden vier Personen schwer verletzt, zwei Personen wurden mittelschwer verletzt und neun Personen erlitten leichte Verletzungen. Die Ermittlungen bezüglich es technischen Versagens dauern an. Zur Rettung und Versorgung von Verletzten war ein größeres Aufgebot von Feuerwehr und Rettungsdiensten vor Ort.

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