Stirnlampen rufen Polizei und Bergwacht auf den Plan


Bad Reichenhall (BRK) – Lichtzeichen am Staufen haben während der vergangenen Wochen immer wieder Bergwacht und Polizei gefordert. Stirnlampen werden mit Notsignalen verwechselt.

Auch am Mittwochabend meldeten besorgte Bürger Blinklichter im Bereich der Goldtropfwand bei der Polizeieinsatzzentrale, die daraufhin eine Streifenbesatzung zur Abklärung losschickte. Da sich die Lichter talwärts bewegten gingen die Beamten und die Bergwacht schließlich davon aus, dass keine Notlage vorliegt.

Laut Polizei nutzen Bergwanderer immer häufiger starke Stirnlampen und sind in der Dunkelheit noch unterwegs. Tatsächliche Notfälle, in denen Bergsteiger mit Lichtzeichen auf sich aufmerksam machen, liegen aber äußerst selten vor. Polizei und Bergwacht müssen trotzdem jede Mitteilung ernst nehmen und zum Teil sehr aufwändige Nachforschungen anstellen.

In einer Notlage sollte man das Alpine Notsignal verwenden: Sechs mal in der Minute, also alle zehn Sekunden ein Licht-, Laut- und Winkzeichen absetzen, danach eine einminütige Pause einhalten und wieder von vorne beginnen, bis jemand antwortet oder Hilfe eintrifft. Das Antwortsignal der Helfer für eingeleitete Rettungsmaßnahmen setzt sich aus Licht-, Laut- oder Winkzeichen zusammen, die dreimal in der Minute, also alle 20 Sekunden auftreten. Die Polizei empfiehlt: Eine telefonische Vorinformation der Nachtwanderer bei der örtlichen Polizeidienststelle oder bei der für die Alarmierung der Bergwacht zuständigen Leitstelle (Notruf 112) könnte so manch überflüssige Alarmierung vermeiden.

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