Stinkbomben: Großeinsatz in Schweinfurt


Schweinfurt (pol) – Einen Großeinsatz vor allem für den Rettungsdienst hat es am Montagabend (27.05.2013) in einem Schweinfurter Großbetrieb gegeben. Arbeiter klagten über Kopfschmerzen, Übelkeit und Kreislaufprobleme.

Bereits während des Schichtwechsels gegen 21:30 Uhr hatte in dem Betrieb an der Röntgenstraße ein Arbeiter über einen Gestank in der Produktionshalle 616 geklagt. Unverzüglich wurde daraufhin die Werkfeuerwehr verständigt. Sie suchte das gesamte Gebäude erfolglos nach der möglichen Ursache ab.

Etwa zwei Stunden später wurde das Gebäude nochmals abgesucht. Dabei wurde sowohl im Bereich der zentralen Waschanlage als auch auf einer Stufe des Treppenabgangs zu den Umkleideräumen jeweils eine kleine zerbrochene Glasampulle („Stinkbombe“) festgestellt. Die darin enthaltene Restflüssigkeit roch übel.

Nachdem zu diesem Zeitpunkt alle 19 Arbeiter der zentralen Waschanlage über Reizungen der Augen und Atemwege klagten, wurde über die Rettungsleitstelle Großalarm für den Rettungsdienst ausgelöst. Alle 150 Arbeiter der Nachtschicht wurden in die Kantine beordert, wo die zentrale Untersuchung durch Rettungskräfte stattfand. Zu diesem Zeitpunkt hatten 105 Personen mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Kreislaufprobleme zu tun. 18 Arbeiter wurden vorsorglich in Krankenhäuser nach Schweinfurt und Gerolzhofen gebracht. Die Personen konnten die Kliniken im Laufe der Nacht wieder verlassen.

Noch steht nicht fest, wer die Stinkbomben geworfen hat.

Auf Seiten des Rettungsdienstes waren vier Notärzte und neun Schnell-Einsatz-Gruppen mit insgesamt etwa 50 Kräften und nahezu 20 Fahrzeugen im Einsatz. Die Werkfeuerwehr des betroffenen Betriebes war mit zehn Helfern vor Ort.

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