Standortfrage Rettungshubschrauber


Bonn (rd.de) – Die steigenden Einsatzzahlen machen klar, es gibt einen Bedarf die Notfallrettung durch Rettungshubschrauber zu flankieren. Nun gilt es die letzten weißen Flecken der Luftrettungskarte zu schließen. Die Standortfrage wird dabei nicht selten zum Zankapfel.

Bayern erhält einen weiteren Rettungshubschrauber – so viel ist sicher. Doch es schwelt der Streit, ob der neue Luftrettungsstandort in Augsburg oder Donauwörth errichtet werden soll.

Die Bayerische Staatsregierung gab beim Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement an der Universität München ein Gutachten in Auftrag. Es kam zu dem Ergebnis, dass Donauwörth als Standort besonders geeignet ist. Mit dem Standort wäre die bisher kaum durch Rettungshubschrauber erreichbare Fläche des Kreises Donau-Ries optimal abgedeckt. Ministerpräsident Horst Seehofer bevorzugt hingegen eine Stationierung in Augsburg. Die Diskussion ist noch nicht abgeschlossen, da will der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralamierung Augsburg (ZRF) nach Informationen der Augsburger Allgemeinen Zeitung am kommenden Freitag, über eine europaweite Ausschreibung für den Rettungshubschrauber in Augsburg sprechen.

Auch in der Westpfalz wünscht man sich einen Rettungshubschrauber vor der Haustüre. In Rockenhausen engagiert sich eine Bürgerinitiative mit dem Namen „Christoph Kaiser“ und befördert die Idee eines neuen Hubschrauberstandorts am Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern, berichtet die Rheinpfalz. Das Klinikum unterstützt die Initiative. In Rheinland-Pfalz gibt es an den medizinischen Schwerpunktversorgungszentren in Koblenz, Mainz, Trier, Ludwigshafen einen Rettungshubschrauberstandort, nur in Kaiserslautern nicht. Nun soll die Einsatzverfügbarkeit von Rettungshubschraubern in der Region untersucht werden.

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