Spektakuläre Rettungsübung auf der Donau


Foto: DLRGRegensburg (DLRG) – Die DLRG Bayern führte auf der Donau bei Regensburg zu Beginn der diesjährigen Badesaison am Montag eine spektakuläre Rettungsübung durch.

Der Vorsitzende des DLRG-Kuratoriums und Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern, Axel Kampmann, lobte am Rande der Übung das beispielhafte Engagement von rund 32.000 Mitgliedern der DLRG in Bayern, von denen sich viele rein ehrenamtlich für die Sicherheit ihrer Mitmenschen im und am Wasser einsetzen. Anhand von zwei Unfällen aus dem Vorjahr in Bayern mit mehreren Todesopfern stellte Kampmann den oft dramatischen Ausgang beim gefährlichen Baden in Fließgewässern dar und betonte: „Die DLRG Bayern will der Bevölkerung vor Augen führen, wie und mit welchen Hilfsmitteln der Laie vor Ort retten kann. Deshalb sind unsere heutigen Themen so wichtig: Gefahren erkennen, Gefahren vermeiden und im Notfall besonnen helfen!“

DLRG-Landesverbandspräsident Dieter Kunad berichtete von den Leistungen und Aufgaben der DLRG: Im vergangenen Jahr sind von der DLRG allein in Bayern rund 262.000 Wachstunden geleistet worden, in denen 6.418 Hilfeleistungen erfolgten. Auch bei vielen Großschadensereignissen in den letzten Jahren leistete die DLRG aktive Hilfe, mit einem Teil ihrer 68 in Bayern bestehenden mobilen Schnelleinsatzgruppen (SEG), aber auch mit den Wasserrettungszügen Bayern.

„Es wurden in Bayern landesweit 19 Wasserrettungszüge eingerichtet, 14 davon betreibt die DLRG, zwei in jedem Regierungsbezirk“, so Präsident Dieter Kunad. Auch verwies Kunad auf die meteorologische Entwicklung in den vergangenen Jahren, die gezeigt habe, dass neben spektakulären Großschadensereignissen immer öfter mit lokal beschränkten Naturkatastrophen zu rechnen sei. Auch hier leistet die DLRG mit ihrem in Bayern flächendeckenden Helfernetz aktive Hilfe.

Eva Gebauer, stellvertretende Technische Leiterin/Ausbildung der DLRG Bayern, stellte in einem Fachvortrag die Gefahren von Fließgewässern vor. Vor allem die von Strudeln, Strömung und Wehranlagen ausgehenden Gefahren wurden thematisiert: Welche Gefahren bestehen hier für verunfallte Menschen und für Helfer? Wie kann man als Laie helfen und wo sind die Grenzen?

Unter der Steinernen Brücke fand dann die Rettungsübung statt, die aus drei spektakuläre Szenen bestand. Ein in die Strömung der Donau geratener Schwimmer wurde von einem Motorrettungsboot gerettet, nachdem „Rettungsversuche“ mit einem ihm hingehaltenen Ast und mit einem Wurfsack misslungen waren. DLRG-Strömungsretter kamen einer von der Brücke auf die breite steinerne Brückensicherung gestürzten, bewusstlosen Person zu Hilfe: Samt Sanitätsrucksack und Combi-Carrier (schwimmfähige Spezialtrage) seilten sie sich zu dem Verletzten ab und leisteten Erste Hilfe. Ein DLRG-Rettungsboot am Brückenfuß nahm den Verletzten auf und brachte ihn ans Ufer.

Abschließend führten die DLRG-Strömungsretter vor, wie sorgfältig sie auf die jeweiligen – Meter für Meter wechselnden – Strömungsverhältnisse achten müssen, um eine Personenrettung überhaupt erfolgreich durchführen zu können.

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