Spatenstich für neue DRK-Rettungswache


Die Notaufnahme und Rettungswache an der Rems-Murr-Klinik war ohnehin zu eng. Nun fördert das Land einen Wachenneubau. (Foto. Jörn Fries)

Die Notaufnahme und Rettungswache an der Rems-Murr-Klinik war ohnehin zu eng. Nun fördert das Land einen Wachenneubau. (Foto. Jörn Fries)

Backnang (pm) – Vergangene Woche wurde der erste Spatenstich für die neue DRK-Rettungswache in Backnang gesetzt. Die bisherige Wache auf dem Areal der zur Schließung anstehenden Rems-Murr-Klinik sei angesichts der gestiegenen Zahl von Einsätzen zu klein und entspreche nicht mehr den rettungsdienstlichen Anforderungen, so das Innenministerium Baden-Württemberg.

Die neue Rettungswache, die Ende 2012 in Betrieb gehen solle, umfasse neben Garagen- und Stellflächen für insgesamt zehn Einsatzfahrzeuge auch moderne Funktionsräume für Ärzte, Rettungsassistenten und das sonstige rettungsdienstliche Personal.

„Der Bau der neuen Wache in Backnang dient der weiteren Verbesserung der gesetzlichen Hilfsfrist im Rettungsdienstbereich“, betonte Innenminister Reinhold Gall.
Bei der Hilfsfrist für Rettungswagen belege der Rems-Murr-Kreis zwar heute schon einen Spitzenplatz, es bestehe allerdings noch Handlungsbedarf bei der Frist für die Notärzte. Einsatztaktisch sei der Standort im Industriegebiet Lerchenäcker optimal, um eine weitere Hilfsfristverbesserung zu erreichen.

Innenminister Gall erläuterte, nach dem Rettungsdienstgesetz gewähre das Land den Rettungsdienstorganisationen zur Errichtung von Rettungswachen einen Zuschuss in Höhe von 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Im Fall der neuen DRK-Wache in Backnang seien dies rund 648.000 Euro. Der Landkreis gewähre daneben einen Beitrag von 490.000 Euro. Dies zeige, wie wichtig allen Beteiligten die notfallmedizinische Versorgung ist.

(Text: Innenministerium Baden-Württemberg /Foto: Jörn Fries)

5 Responses to “Spatenstich für neue DRK-Rettungswache”

  1. Jörn on Juli 3rd, 2012 06:19

    Am Freitag, den 29. Juni 2012 konnte nun das Richtfest gefeiert werden. Und wenn alles so weiter läuft wie bisher, wird die neue DRK-Rettungswache Backnang wie vorgesehen bereits Ende des Jahres bezugsfertig sein.

    http://www.bkz-online.de/node/442421 vom 30.06.2012

    Frühmorgendliche Grüße aus dem Südwesten der Republik

  2. Jörn on November 17th, 2012 20:03

    Dem Spatenstich am 15.12.2011 und dem Richtfest am 29.06.2012 folgte nun am gestrigen Freitag, den 16.11.2012 die offizielle Einweihung der neuen DRK-Rettungswache Backnang:

    (1) vgl. http://www.bkz-online.de/node/474334 vom 17.11.2012

    (2) vgl. http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.backnang-garant-fuer-schnellere-notaerzte.4d44fb0b-e1d7-4718-8e34-6a7837e8a051.html vom 16.11.2012

    Ab dem 26.11.2012 werden die bislang an der alten Rettungswache am Kreiskrankenhaus Backnang stationierten NEF, RTW und KTW vom neuen Standort im interkommunalen Gewerbegebiet „In den Lerchenäckern“ aus zu ihren Einsätzen starten.

    Abendliche Grüße aus dem herbstlichen Südwesten

  3. Achim on November 20th, 2012 08:46

    @Jörn

    Na dann bin ich mal gespannt ob sich der “ optimalen Standard der notfallmedizinischen Versorgung im Rettungsdienstbereich“ auch mal in der medizinisch technischen Ausstattung der RTWs und NEFs niederschlägt und die Fahrzeuge auf den aktuellen Stand der Notfallmedizin gebracht werden wie es so schön im Baden Württembergischen RD Gesetz heist. 😉 Z.B.: 12 Kanal EKG auf den RTWs, Spineboards, Schulung des Peronals in TLS und moderne Notfallrespiratoren wie Medumat Transport! Wie siehts damit aus?
    Was man da so hört liegt da noch einiges im argen! Schließlich bedarf es dort, wie in der Presse berichtet, zeitgleich um externe Stiftungsgelder um fünf neue RTWs zu finanzieren.
    Wie passt so was dann mit so einem Neubau zusammen? Ja ich weis das sind unterschiedliche Finanzierungstöpfe, aber seltsam ist das schon.

    Viele Grüße aus dem Ländle

  4. Jupp Schmitz on November 21st, 2012 11:21

    “ 650000 Euro kommen aus Stuttgart, das sind 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Auch der Kreis ist mit 494000 Euro mit im Boot. Damit wird der Umzug bezuschusst und das vorzeitige Ende des Erbbaurechts entschädigt. Auch die DRK-Gruppierungen steuern einen großen Teil bei, sie verzichten zwei Jahre lang auf 50 Prozent der Fördermitgliederbeiträge. Bleiben noch 740000 Euro, für die das DRK ein Darlehen aufnehmen muss.“

    aus http://www.bkz-online.de/node/327003

    Die „Drehscheibe der Tränendrüse und Spendenbettelei“ kann beginnen…

    Wieso verzichten eigentlich die „OV“ auf die Fördermitgleiderbeiträge… Wieso dürfen die eingesetzt werden? Sehr verwunderlich…

    Es bleibt spannend… Mich würde interessieren, wer einem so „verschuldeten“ Kreisverband ein Darlehen gibt… Aber *pssst*

    Was Achim schon schrieb… http://www.bkz-online.de/node/460963 (zu RTW’s und Fördermitgliedern)

  5. Jörn on Oktober 21st, 2013 07:15

    Es gibt Aktuelles (und wenig Erfreuliches) aus dem Rems-Murr-Kreis zu berichten:

    vgl. http://www.bkz-online.de/node/551953 vom 18.10.2013

    Herbstliche Grüße aus dem Südwesten

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