Solargetriebener Katamaran in Seenot


Ueckermünde (DGzRS) – In stürmischem Nordwestwind haben die freiwilligen Seenotretter der Station Ueckermünde der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Dienstagnachmittag (12. April) auf dem Stettiner Haff fünf Menschen aus einer bedrohlichen Gefahrsituation befreit.

Die Besatzung des Katamarans „Uhura“, vier Männer und eine Frau, war auf einer Überführungsfahrt von Polen Richtung Anklam in Bedrängnis geraten. Nach Elektronikproblemen war der Antrieb des 14 Meter langen, solargetriebenen Bootes ausgefallen. Der Katamaran trieb manövrierunfähig auf dem Haff.

Mit dem Seenotrettungsboot „Gerhard Ten Doornkaat“ nahmen Vormann Manfred Fastnacht sowie die beiden Besatzungsmitglieder Daniela Gollatz und Manfred Braun Kurs auf den Havaristen. Die „Uhura“ hatte inzwischen etwa neun Kilometer nordöstlich Ueckermünde nahe der Tonne H6 Anker geworfen. „Die Seen liefen ungewöhnlich kurz mit harten, kurz aufeinanderfolgenden Wellen. Der Katamaran machte sehr unkontrollierte Bewegungen und drohte zu kentern“, schildert Vormann Fastnacht.

In bis zu zwei Metern Seegang manövrierte Fastnacht die wendige „Gerhard Ten Doornkaat“ vorsichtig in die Nähe des Havaristen. In mehreren Anläufen gelang es den Seenotrettern, eine Leinenverbindung herzustellen. Sie schleppten die „Uhura“ schließlich nach Ueckermünde.

Die Havaristen überstand den stürmischen Törn unbeschadet. „Sie hat nach eigener Aussage noch nie solche Ängste ausgestanden“, berichtet Fastnacht. Das von Herzen kommende „Danke“ ergänzten die glücklichen Geretteten um eine großzügige Spende für das nur durch freiwillige Beiträge getragene Seenotrettungswerk.

Zur Unglückszeit wurden stürmische Winde bis acht Beaufort (bis 74 km/h Windgeschwindigkeit) über dem Stettiner Haff gemessen. Um die Mittagszeit hatte sich das Wetter plötzlich verschlechtert.

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