SociCare macht Freiwillige zu Lebensrettern


München (openPR) – Sind soziale Hilfeleistungen durch Gruppenvernetzung via Ersthelferplattform die Zukunft der Erstversorgung?

Private Hilfsbereitschaft und soziales Engagement haben ein Potenzial, das durch das SociCare-Projekts genutzt werden soll. Tatsächlich sind weite Teile der Bevölkerung dazu bereit, Menschen in ihrem Umfeld in Notsituationen zu helfen. Oft fehlt ihnen jedoch das Wissen, wo genau in diesem Moment ihre Hilfe dringend gebraucht wird und wie sie in Notfällen richtig handeln.

Studenten des Center for Digital Technology and Management (CDTM) in München haben in Kooperation mit T-Labs, dem Forschungs- und Entwicklungsinstitut der Deutschen Telekom, eine aus diesem sozialen Potential entspringende Plattform entwickelt. Sie aktiviert Menschen, sich sozial zu engagieren oder Menschen in Notfällen zu helfen.

Durch die mobile Web 2.0-Vernetzung Freiwilliger mit den Rettungsdiensten über SociCare kann die Zeit nach Eingang eines Notrufes genutzt Helfer der Nachbarschaft zu aktivieren. Das System SociCare leitet Informationen potentieller Helfer an die Leistellen weiter.

In den letzten Jahren mussten Rettungsdienste immer häufiger zu Notfällen ausrücken. Längere Anfahrtswege verlängern die Hilfsfristen. Andererseits wollen viele Menschen gerne im Rahmen ihrer persönlichen Möglichkeiten erste Hilfe leisten, wenn z.B. ein älterer Nachbar auf dem Weg zum Einkaufen stürzt oder ein Demenzpatient sich in seiner Umgebung verläuft.

Notrufsysteme, die Freiwillige gezielt einbeziehen und registrierte Helfer bei Notfällen in ihrem Umfeld benachrichtigen, sind jedoch bisher nicht verfügbar. Mitarbeiter in den Telefonzentralen der Rettungsdienste haben auf Basis standortbezogener Information, die von Mobiltelefonen registrierter potentieller Helfer übermittelt werden, die Möglichkeit, zusätzliche Hilfe zu aktivieren.

Die Ergebnisse dieses SociCare-Projekts werden nächste Woche in München vorgestellt.

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