Skifahrer mit Frühdefi erfolgreich wiederbelebt


Bad Reichenhall/Werfenweng (BRK/ml) – Manfred Huber von der Bergwacht Freilassing hat am Rosenmontag als Ersthelfer einen leblosen Skifahrer an der Freilassinger Hütte am Südrand des Tennengebirges mit einem Frühdefi erfolgreich wiederbelebt; Christian Bethke von der BRK-Bereitschaft Bad Reichenall kam ebenfalls zufällig hinzu und half bei der weiteren Versorgung.

Der etwa 70 Jahre alte Mann war gegen 12.30 Uhr plötzlich auf der Skipiste vor der Hütte zusammengebrochen; Rettungsassistent Manfred Huber kam zufällig als Ersthelfer an die Einsatzstelle und begann zusammen mit dem Hüttenteam sofort mit Wiederbelebungsversuchen. Sein Glück: Das Team des Hüttendienstes brachte ihm einen neuen Frühdefi, der erst vor wenigen Wochen vom Deutschen Alpenverein an der Hütte stationiert worden war. Nach kurzer Reanimation und drei abgegebenen Elektroschocks begann der Mann wieder zu atmen. BRK-Rettungssanitäter Christian Bethke kam wenig später zufällig hinzu und half bei der weiteren Versorgung; seine Ehefrau Andrea, Mitglied des BRK-Kriseninterventionsdienstes (KID) Berchtesgadener Land, kümmerte sich um die Frau des Patienten.

Wenig später landete der Notarzthubschrauber an der Einsatzstelle. Nach weiterer medizinischer Versorgung wurde der in ein künstliches Koma versetzte Mann zum Landeskrankenhaus Salzburg geflogen. Der Frühdefi wurde von Gerhard Härtle aus Rottalmünster gespendet und am 5. Februar an die neue Hüttenwirtin Christa Vogel übergeben. Nach letzten Erkenntnissen war der Patient in Salzburg am Leben und hat gute Heilungsaussichten.

Die Freilassinger Hütte liegt auf 1.550 Metern Höhe am Südrand des Tennengebirges. Der 1934 erbaute Stützpunkt wird als Selbstversorgerhütte geführt und ist Ausgangspunkt für zahlreiche Kletterrouten, Rundtouren und Überschreitungen sowie für Wanderungen auf dem Hochplateau.

3 Responses to “Skifahrer mit Frühdefi erfolgreich wiederbelebt”

  1. Jörn Fries on März 10th, 2011 11:23

    Tolle Sache! Langsam aber sicher tragen die Ende der 1990er, Anfang der 2000er Jahre gepflanzten Bäume Früchte, wie auch der ähnlich gelagerte Fall an Rosenmontag im Nordwesten der Republik zeigte. Dort war es die Besatzung eines KTW des ASB, die schnell und zielsicher ihre lebensrettenden Maßnahmen der HLW-D einleiteten – und somit dem Patienten das Überleben ermöglichten.

    Wir brauchen in Deutschland keine Diskussion(en) um weitere NEF/RTH-Standorte, sondern kürzere Hilfsfristen (i. S. v. Eintreffzeiten), um das so genannten therapiefreie Intervall zu verkürzen, sowie beHERZt eingreifende Ersthelfer, die dem Rettungs- und Notarztdienst überlebensFÄHIGe Patienten übergeben (können)!

    HERZliche Grüße aus dem Südwesten der Republik

  2. ASBRettSan on März 10th, 2011 21:31

    Sehe ich auch so. AED sind unkompliziert und nach einer kurzen Einweisung kann jeder zum Lebensretter werden.

  3. Stefan Hager on März 11th, 2011 10:31

    Dem kann ich nur zustimmen. Der Zeitfaktor ist eben entscheidend. Wir alle müssen weiter daran arbeiten, dass dies keine glücklichen Einzelfälle bleiben sondern eine schnelle Defibrillation die Regel wird.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?