Sieben Verletzte bei Krankenhaus-Brand


Achim (ots) – Für Aufregung hat am Sonntagmorgen ein Feuer im Aller-Weser-Klinikum Achim (Kreis Verden) gesorgt. Sieben Menschen erlitten dabei Rauchvergiftungen. Aus noch ungeklärter Ursache brannte es gegen 9 Uhr in einem Patientenzimmer auf Station vier. Der 40-jährige Patient konnte das Zimmer selbstständig verlassen und liegt inzwischen auf der Intensivstation.

Das Zimmer wurde durch den Brand erheblich in Mitleidenschaft gezogen und ist bis auf weiteres unbewohnbar. Durch Rauch- und Löschwassereinwirkung wurde die gesamte Station in Mitleidenschaft gezogen. Sie musste geräumt werden. Die Patienten wurden vorübergehend auf anderen Stationen untergebracht. Neben dem 40-jährigen Patienten, in dessen Zimmer der Brand ausgebrochen war, wurden auch vier Krankenschwestern, ein Arzt und ein Servicemitarbeiter verletzt. Der 40-Jährige liegt weiter auf der Intensivstation und kann bis auf weiteres nicht zur Brandentstehung befragt werden. Die anderen Verletzten werden das Krankenhaus wahrscheinlich noch heute wieder verlassen können.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Achim und Bierden waren mit einem Großaufgebot von Einsatzkräften vor Ort. Wegen der starken Rauchentwicklung konnten die Löscharbeiten nur unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden. Angehörige einer spezialisierten Tatortgruppe der Verdener Polizei nahmen noch während der Löscharbeiten erste Ermittlungen auf. Zur Brandursache liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Eine Technische Ursache wird allerdings nach den ersten Ermittlungen ausgeschlossen.

Dass nicht noch mehr Menschen verletzt wurde, dürfte dem schnellen und beherzten Eingreifen des Krankenhauspersonals zu verdanken sein. Durch eigene Löschversuche mit einem Feuerlöscher konnten die Krankenschwestern die Flammen soweit eindämmen, dass sie sich nicht weiter ausbreiten konnten. Dennoch ist der Schaden beträchtlich. Erste vorsichtige Schätzungen gehen von mindestens 100.000 Euro aus.

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