Sieben Patienten nach Rauchentwicklung


Vellmar (ots) – Am Dienstagabend kam es in einem Vellmarer Mehrfamilienwohnhaus wegen verbranntem Frittierfetts zu starker Rauchentwicklung. Insgesamt sieben Personen, darunter vier Kinder und drei Erwachsene, mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Kasseler Krankenhäuser eingeliefert werden.

Eine 34-Jährige hatte nach eigenen Angaben in einem Topf Frittierfett auf dem Herd erhitzt und war anschließend mit ihrem dreijährigen Sohn und einem zweijährigen Mädchen (Pflegekind) zum Spielen in das Kinderzimmer gegangen. Nach einiger Zeit bemerkte sie starke Rauchentwicklung in der Küche und im Flur.

Der 44-jährige Hauseigentümer wurde gleichzeitig auf den Qualm in den Räumen der 34-Jährigen aufmerksam und betrat die Wohnung, um zu helfen. Ferner kam aus einem benachbarten Wohnhaus ein 36-jähriger Mann zu Hilfe. Ihm eilten seine beiden sieben und vier Jahre alten Kinder hinterher.

Der alarmierten Freiwillige Feuerwehr Vellmar gelang es kurze Zeit später, das evakuierte Gebäude mit einem Gebläse zu Belüften, so dass es im Anschluss wieder betreten werden konnte. Die sieben Personen, die sich in der Wohnung aufgehalten und den Rauch eingeatmet hatten, wurden von zwei Notärzten erstversorgt und anschließend vorsorglich durch Rettungskräfte mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Kasseler Krankenhäuser eingeliefert. Die 34-jährige Wohnungsinhaberin, ihr Sohn und die beiden Kinder des 36-Jährigen wurden im Klinikum Kassel stationär aufgenommen. Die restlichen drei Verletzten konnten nach ambulanter Behandlung die Krankenhäuser bereits gestern Abend wieder verlassen.

Im Gebäude entstand durch die Rauchentwicklung nach Einschätzung der am Unglücksort eingesetzten Beamten des Polizeireviers Nord kein nennenswerter Sachschaden. Das Wohnhaus war nach Beseitigung des Rauches wieder bewohnbar.

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