Sensationslust nach Unfällen nimmt zu


München (pm) – Der ADAC berichtet, dass die Behinderungen durch schaulustige Verkehrsteilnehmer nach Unfällen zunehmen. Von den Gaffern geht eine große Gefahr von Folgeunfällen aus. Häufig erschweren sie die Einsätze der Rettungskräfte.

Doch Schaulustigen eine Bestrafung: Wer Rettungsarbeiten behindert, muss mit einem Bußgeld von mindestens 40 Euro, im schlimmsten Fall sogar mit 5.000 Euro rechnen. Außerdem können Gaffer wegen der Behinderung von Einsatzkräften auch in Haft genommen werden.

Auch Gaffer, die Unfälle aus der Ferne beobachten und ihren Pkw auf dem Standstreifen abstellen, aber so eine Rettungsgasse blockiert, müssen 20 Euro Strafe zahlen. Die Rufe nach noch härteren Bestrafungen werden immer lauter. Dagegen spricht lediglich, dass Polizeibeamte nach Unfällen eher mit Sicherungsmaßnahmen beschäftigt sind und ihnen die Zeit fehlt, Personalien von Schaulustigen aufzunehmen.

Der ADAC bekräftigt noch einmal, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Wer als Erster an eine Unfallstelle kommt, muss Erste Hilfe leisten und Notruf absetzen. Wenn schon Einsatzkräfte an Ort und Stelle sind, ist alles zu unterlassen, was die Retter in ihrer Arbeit beeinträchtigen könnte. Wer den Unfall auf der Gegenspur begafft und deshalb bremst, bringt sich und andere in Gefahr.

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