Selbstaufblasbare Rettungsinsel für die BRK-Wasserwacht


Wasserwacht-Chef Gerhard Däuber (Zweiter von rechts) und sein Technischer Leiter Franz Kurz (Zweiter von links) nahmen die Insel aus den Händen von Schifffahrts-Geschäftsführer Walter Stürzl (rechts) und seines Technischen Leiters Michael Brandner (links) in Empfang. (Foto: BRK)

Schönau am Königssee (BRK/ml) – Die Königssee-Schifffahrt hat der BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden eine von insgesamt drei neuen selbstaufblasbaren Rettungsinseln im Wert von je rund 3.500 Euro übergeben.

Die Insel wird im Notfall innerhalb weniger Minuten mit dem Rettungsboot der Wasserwacht zum Einsatzort gebracht und fasst bis zu 30 Menschen. Zwei weitere Inseln werden an der Seelände in Königssee und in St. Bartholomä stationiert. Somit können im Ernstfall rasch alle Fahrgäste eines Elektromotorbootes gerettet werden. „Gerade im Winter ist das aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen und relativ großer Entfernungen bis zum nächsten Ufer überlebensnotwenig“, erklärt der Technische Leiter der Ortsgruppe, Franz Kurz. „Mit den drei neuen Rettungsinseln wird das ohnehin schon gute Sicherheitskonzept optimiert und um eine weitere Maßnahme ausgebaut.“

Die Inseln sollen Menschenleben retten, wenn im schlimmsten Fall ein Boot evakuiert werden muss, was realistisch betrachtet eher unwahrscheinlich ist, da sie sinksicher konstruiert wurden. Wenn aber beispielsweise ein Feuer ausbricht, werden die aufblasbaren Inseln ins Wasser geworfen. Per Reißleine wird dann das Ventil geöffnet, über das Luft in den Innenraum strömt – die Insel bläst sich von alleine auf.

Auf dem Königssee herrscht von Januar bis Dezember durchgehend Schiffsverkehr, solange der See eisfrei bleibt. Die Rettungsinseln können im Ernstfall wegen der auch im Sommer niedrigen Wassertemperaturen und relativ großer Entfernungen bis zum nächsten Ufer überlebenswichtig sein. Die Insel der Wasserwacht wird dann innerhalb weniger Minuten vom Rettungsboot aus eingesetzt und soll den Zeitraum überbrücken, bis Betroffene von anderen Booten aufgenommen und in Sicherheit gebracht werden. „Im Einsatzfall können wir die Inseln dann auch mit weiteren Booten bis zum Ufer ziehen“, erklärt Kurz.

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