Segler nach zwei Stunden aus der Ostsee gefischt


Rostock (DGzRS) – Ein ca. 60-jähriger Katamaransegler, der am Mittwochnachmittag vor Warnemünde von einem Sport-Katamaran über Bord gefallen war, konnte von der Besatzung des Seenotkreuzers VORMANN JANTZEN nach zwei Stunden gefunden und gerettet werden. Trotz Unterkühlung war der Mann ansprechbar. Er wurde in Warnemünde an einen RTW übergeben und ins Krankenhaus gebracht.

Der Mann war als Vorschoter des Hobie Cats vermutlich gegen 13.30 Uhr vor Warnemünde ca. in Höhe des Hotels Neptun über Bord gefallen. Etwa eine Viertelstunde lang versuchte der Steuermann vergeblich, seinen Mitsegler zu retten, bis er den Mann aus den Augen verlor. Daraufhin segelte er an Land und alarmierte die Rettungskräfte.

Die Seenotleitung Bremen der DGzRS leitete umgehend eine groß angelegte Suche ein, in die neben dem Seenotkreuzer ARKONA der Station Warnemünde (als Einsatzleiter vor Ort) auch der Seenotkreuzer VORMANN JANTZEN sowie zahlreiche Behördenfahrzeuge und zwei Hubschrauber eingebunden wurden.

Durch den aufbrisenden Südwest-Wind mit fünf Beaufort baute sich eine Wellenhöhe von bis zu einem Meter auf. Die Seenotkreuzer brachten so genannte „Tot-Männer“ aus, Bojen, die vom Gewicht her und im Treibverhalten einem Menschen entsprechen. Dies lieferte den entscheidenden Hinweis darauf, dass der Segler zu diesem Zeitpunkt vermutlich schon weit nach Norden in Richtung Schifffahrtstraße vertrieben war.

In der Tat wurde der Mann von der Besatzung des Seenotkreuzers VORMANN JANTZEN etwa zwei Meilen (ca. 3,6 Kilometer) nördlich der vermutlichen Unfallstelle, direkt am Rande des Fahrwassers, das von Fähr- und Handelsschiffen sehr stark frequentiert ist, gefunden. Aufgrund seines schwarzen Neopren-Anzuges sowie einer dunkelfarbigen so genannten „Trapez-Weste“ sei er im Wasser kaum zu sehen gewesen, berichtete die Besatzung des Seenotkreuzers.

Der Mann wurde mit dem Tochterboot geborgen. Er war ansprechbar, jedoch stark unterkühlt. In Warnemünde gingen sofort Notarzt und Sanitäter an Bord und übernahmen die Weiterversorgung des Schiffbrüchigen. Er wurde in ein Krankenhaus nach Rostock gebracht.

Der Seenotkreuzer VORMANN JANTZEN befindet sich derzeit in Warnemünde, um die Arbeit der Seenotretter, die sich nur durch Spenden finanziert, der Öffentlichkeit näher zu bringen. Als der Alarm eintraf, hatte der Seenotkreuzer OpenShip und zahlreiche Besucher an Bord. Diese mussten den Kreuzer sofort verlassen.

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