Segelkutter gekentert


Trotz widriger Wetter- und Seegangsverhältnisse rettete die Besatzung des Seenotkreuzers ARKONA (Station Warnemünde der DGzRS) vier Segler aus der 18 Grad kalten Ostsee.

Drei Männer und eine Frau waren bei starken Südwestwinden mit Stärken bis zu acht Beaufort (ca. 67 km/h Windgeschwindigkeit) mit ihrem 7,5 Meter langen Segelkutter gekentert. Sie trieben über eine Stunde im 18 Grad kalten Ostseewasser. Die Besatzung einer im Revier laufenden Baggerschute sichtete die Schiffbrüchigen und alarmierte die Seenotretter. Glücklicher Umstand: Der Seenotkreuzer befand sich in der Nähe des Unfallorts, da er wegen eines vorhergehenden Seenotfalls eine weitere Segelyacht nach Warnemünde schleppen wollte. Hier wurde im beiderseitigen Einvernehmen die Leinenverbindung gelöst; das Seenotrettungsboot BARSCH übernahm den Havaristen und schleppte ihn nach Warnemünde.

Zum wiederholten Mal wirkte sich erschwerend für die Schiffbrüchigen aus, dass der Nothafen Darßer Ort weiterhin nicht zugänglich ist und für die schnelle und erfolgreiche Abwicklung von Seenotfällen nicht zur Verfügung gestellt wird. So mussten die Geretteten eine mehrstündige beschwerliche Rettungsfahrt durch die aufgewühlte Ostsee hinnehmen. Warnemünde wurde gegen 21.30 Uhr erreicht. Bei weiteren Einsätzen der Seenotretter wurden in der Ostsee an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns 21 Personen aus Gefahrensituationen befreit. Navigationsprobleme und vor allem starke südwestliche Winde und raue See überforderten zum Teil die Besatzungen von Segelbooten.

(Foto: DGzRS)

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