Seenotretter zu Fuß im Eis-Einsatz


Hiddensee (DGzRS) – Am Dienstag haben die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) einen 80-Jährigen nahe Hiddensee zu Fuß übers Eis in Sicherheit gebracht.

Mit Hilfe eines Schlauchboots rettete die Mannschaft der Station Vitte/Hiddensee unter der Leitung von Vormann Erich Albrecht einen 80-jährigen Mann und seine Lebensgefährtin von der Fährinsel, die Hiddensee östlich vorgelagert ist.

Wegen der Wassertiefe – an dieser Stelle werden gerade mal 50 Zentimeter Wassertiefe gemessen – und der hier stellenweise zugefrorenen Ostsee wurde zunächst der erkrankte Mann in das Schlauchboot gesetzt und mit wärmenden Decken umhüllt. Zu Fuß zogen ihn die Seenotretter über die ca. 200 Meter lange Strecke bis ans Inselufer Hiddensee. Immer wieder brachen die Retter auf dem dünnen Eis ein, konnten aber den Geretteten an den Rettungsdienst an Land übergeben, der den Weitertransport in ärztliche Obhut organsierte. In einem zweiten Durchgang wurde die Frau in Sicherheit gebracht.

Die Fährinsel ist ca. 40 Hektar klein und zählt zum Naturschutzgebiet, in dem das Paar zu wissenschaftlichen Zwecken die Flora und Fauna beobachtet.

Über die Fährinsel verlief früher der Fährverkehr zwischen Rügen und Hiddensee. Er wurde 1952 eingestellt, nachdem der Hafen von Schaprode für den Postbootverkehr ausgebaut wurde. Die Fährinsel ist Naturschutzgebiet und für Besucher gesperrt. Sie ist Rastplatz tausender Vögel und Weideplatz für Gotlandschafe.

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