Seenotretter suchen vermissten Segler


Kiel/Aarhus (DGzRS) – Seit Donnerstagabend läuft eine groß angelegte Suche nach einem vermissten Segler in der Kieler Bucht zwischen Kiel und der dänischen Insel Lolland. Im Einsatz sind sowohl deutsche als auch dänische Seenotretter.

Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte, koordiniere sie zusammen mit der Seenotleitung in Aarhus (Dänemark) die Suche auf und über See. Sie wird durch Südweststurm mit Stärken bis neun Beaufort (max. 76 km/h Windgeschwindigkeit) und Wellenhöhen bis zu drei Meter erschwert.

Gesucht wird ein 66-jähriger Segler aus Schleswig-Holstein. Zuletzt wurde er am Donnerstag gegen Mittag von der Besatzung eines Segelbootes gesehen, wie er mit seiner ca. zwölf Meter langen, weißen Segelyacht „Jota“ aus dem Hafen von Möltenort nach See lief. Über seinen Zielhafen gab  es keine Erkenntnisse.

Zur Stunde dauert die Suche an. Beteiligt sind zehn deutsche und dänische Seenotkreuzer, Marinefahrzeuge, Polizeiboote, Hubschrauber und Flugzeuge.

Spaziergänger am Strand von Lolland hatten am Donnerstagabend eine gestrandete Segelyacht gesichtet, die in schwerer Brandung von bis zu zwei Meter hohen Wellen eingedeckt wurde. Eine Marine-Hubschrauberbesatzung identifizierte die Yacht und informierte die Seenotleitung in Aarhus.

Gemeinsam mit der Seenotleitung Bremen wurde die länderübergreifende Suche eingeleitet. Das Suchgebiet wurde zunächst auf  ca. 10.000 Quadratkilometer in der Kieler Bucht und am Kiel-Ostsee-Weg, der West-Ost-Passage bis nach Fehmarn, angelegt. Seit heute früh konzentriert sich die Arbeit der Seenotretter auf einen Suchstreifen von 80 Kilometer Länge und zehn Kilometer Breite.

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