Seenotretter retten Spaziergänger mit ungewöhnlichem „Tochterboot“


Lohme (DGzRS) – In Lohme an der Nordküste Rügens ist am Donnerstag (20.06.2013) ein 58-jähriger Spaziergänger verunglückt. Er zog sich eine Wirbelsäulenverletzung zu. Vom Land konnten Rettungskräfte den Verletzten nicht erreichen, also wurden die Seenotretter aus Glowe alarmiert – die mit einem ungewöhnlichen Boot halfen.

Die Einsatzkräfte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) konnten mit ihrem Seenotrettungsboot „Kurt Hoffmann“ nicht bis an den Strand fahren. Ein eigenes Tochterboot besitzt die Kurt Hoffman indes nicht. Also schleppten sie kurzerhand ein kleines Arbeitsboot eines Besatzungsmitglieds zur Unglücksstelle. Mit diesem „Tochterboot“ konnten die Helfer problemlos das Ufer erreichen.

Dort versorgten sie den Patienten und brachten ihn mit einer Vakuummatratze auf das Rettungsboot. Im Hafen von Glowe wartete bereits ein Rettungswagen, der den Spaziergänger in ein Krankenhaus transportierte.
Ein vorsorglich zur Einsatzstelle alarmierte Rettungshubschrauber konnte zwar auf dem schmalen Steinstrand landen, sackte aber ab. Um gefahrlos starten zu können, stabilisierten ihn die Feuerwehren aus Sassnitz und Lohme. Nach rund einer Stunde konnte der „Christoph 47“ wieder starten.

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