Seenotretter für erkrankten Meeresforscher im Einsatz


Rügen (DGzRS) -Einen 51-jährigen Meeresforscher mit Verdacht auf Herzinfarkt haben die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Dienstagabend, 29. November 2011, vor Rügens Nordspitze von seinem Schiff abgeborgen.

Im Fall des Meeresforschers hatte die Besatzung des Forschungsschiffes „Elisabeth Mann-Borgese“ (Heimathafen Rostock) gegen 19.15 Uhr über den internationalen Sprechfunk-Notrufkanal 16 die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der DGzRS alarmiert. Das Schiff war auf der Reise von Warnemünde nach Gotland, als der 51-jährige Mann etwa 14 Seemeilen (ca. 26 Kilometer) nordwestlich Arkona medizinische Hilfe benötigte.

Die Seenotleitung Bremen der DGzRS informierte umgehend den Seenotkreuzer Wilhelm Kaisen/Station Sassnitz. Nur wenige Minuten später nahmen die Seenotretter im Westhafen der Stadt ihre freiwillige Seenotärztin und zusätzlich einen Rettungsassistenten an Bord.

Mit 24 Knoten Höchstfahrt (etwa 45 km/h) nahm die Wilhelm Kaisen bei gut fünf Beaufort (bis 40 km/h Windgeschwindigkeit) Kurs auf Rügens Nordspitze: Wenig westlich Gellort, in Höhe der Ortschaft Varnkewitz, vereinbarte der Vormann mit dem Kapitän des Forschungsschiffes einen vor dem Südwind geschützten Treffpunkt unter Land.

Notärztin, Rettungsassistent und ein Seenotretter stiegen auf die „Elisabeth Mann-Borgese“ über, um den Patienten zu behandeln. Die Seenotretter übernahmen den 51-Jährigen zur weiteren Versorgung im Bordhospital der Wilhelm Kaisen. Der Landrettungsdienst brachte ihn von Sassnitz aus ins Krankenhaus.

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