Seenotretter bewahren Fischkutter vor Strandung an Sylter Küste


Sylt (dgzrs) – Die Besatzung des Seenotkreuzers „Minden“/Station List auf Sylt verhinderte am Mittwochmittag nach einem Wassereinbruch auf dem deutschen Krabbenkutter „Maria“ (Heimathafen Tönning) die Strandung des Schiffs an der Westküste der Nordseeinsel.

Gegen 12.00 Uhr hatten die beiden niederländischen Fischer an Bord der „Maria“ Wassereinbruch im Maschinenraum gemeldet. Sie funkten „Mayday“ (unmittelbare Lebensgefahr). Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Fischerboot nördlich Wenningstedt eine knappe Seemeile (etwa 1,5 Kilometer) vor der Küste.

Die Seenotküstenfunkstelle „Bremen Rescue Radio“ der DGzRS und auch der ständig besetzte Seenotkreuzer „Minden“/Station List auf Sylt fingen den Notruf auf und der Seenotkreuzer nahm Kurs auf den knapp 22 Meter langen Havaristen. Auch zwei weitere Fischkutter und ein dänisches Messschiff steuerten die „Maria“ an.

Kurz vor dem Eintreffen der „Minden“ gelang es den Fischern der „Maria“, den Wassereinbruch mit Bordmitteln zu stoppen. Allerdings mussten sie die Maschine aus Sicherheitsgründen abstellen. Ihr damit manövrierunfähiger Kutter war bereits bedrohlich nah unter Land geraten.

Die Seenotretter stellten deshalb eine Leinenverbindung her und nahmen den Havaristen auf den Haken, um ihn zunächst aus der unmittelbaren Gefahrenzone zu schleppen. Da der Wassereinbruch bereits gestoppt war, mussten sie ihre leistungsstarken Fremdlenzpumpen nicht einsetzen, hielten sie jedoch während der anschließenden Schleppreise in den Hafen von Havneby auf der dänischen Insel Rømø an Deck der „Minden“ klar, um im Notfall sofort eingreifen zu können.

In Havneby übergaben die Seenotretter den Kapitän des Kutters, der sich zwei Finger gequetscht hatte, zur weiteren Versorgung an den Landrettungsdienst.

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