Seenotretter bergen Kinder aus Schlauchboot


Gelting/Travemünde (DGzRS) – Zwei Kinder im Alter von elf und vierzehn Jahren wurden am Sonntagnachmittag, dem 20.07.2008, vorm Strand von Norgaardholz von den Seenotrettern der Station Gelting aus ihrem abtreibenden Schlauchboot geborgen.

Der Junge und das Mädchen aus Dülmen (Nordrhein-Westfalen), die mit ihren Eltern den Urlaub an der Ostsee verbringen, waren mit zwei seeuntüchtigen Schlauchbooten auf die ruhig erscheinende Ostsee hinausgepaddelt. Als sie aus dem Windschutz der Landabdeckung kamen, wurden die Gummiboote von starkem Westwind (5 bis 6 Beaufort) erfasst. Es gelang den beiden Kindern nicht, wieder zurück Richtung Land zu paddeln. Der Vater eines der Kinder hatte das Abtreiben bemerkt und versuchte vergeblich, die beiden schwimmend zu erreichen. Die Kinder kletterten nun gemeinsam in ein Schlauchboot und ließen das Zweite treiben.

Inzwischen war über die Polizei die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) informiert worden, die die Besatzung des Seenotrettungsbootes „Jens Füerschipp“ der Station Gelting alarmierte. Wenige Minuten später lief die „Jens Füerschipp“ mit vier Mann Besatzung aus.

Nur kurze Zeit später konnten die frierenden, verängstigten Kinder an Bord genommen werden, wo sie mit warmer Kleidung und Decken versorgt wurden. Abgesehen von einer Unterkühlung, kamen die Kinder mit dem Schrecken davon. An Land wurden die beiden an ihre Eltern übergeben.

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