Seenotretter als „Hundeflüsterer“


Bremen (dgzrs) – Ein „tierischer“ Einsatz für die Seenotretter der Station Maasholm in Schleswig-Holstein: Die Besatzung des Seenotkreuzers „Nis Randers“ der DGzRS hat am Sonntagmittag einen Hund vor dem sicheren Tod auf See bewahrt.

Der vierjährige Labrador-Retriever war beim Schwimmen vor dem Weidefelder Strand südlich von Olpenitz rund zwei Kilometer weit auf die offene Ostsee hinausgetrieben. Bei ablandigen, südwestlichen Winden hatte das Tier keine Chance mehr, aus eigener Kraft zurück an Land zu gelangen. Wind und Strömung zogen den Hund immer weiter auf See hinaus.

Als seiner Besitzerin diese ausweglose Lage bewusst wurde, wählte sie per Handy vom Strand aus den Notruf. Die Seenotleitung Bremen der DGzRS alarmierte umgehend die Station Maasholm. Die „Nis Randers“ setzte ihr Tochterboot „Onkel Willi“ aus.

Schnell machte die Besatzung der „Onkel Willi“ dank ihrer Revierkenntnis den Labrador im Wasser aus. Doch der Hund folgte zunächst seinen natürlichen Reflexen und nahm vor den wohlwollenden Jägern Reißaus.

Via Handy baten die Seenotretter die Besitzerin um den Namen des Tieres – das half: Auf den Ruf „Benni“ wurde der Labrador zutraulich und es gelang schließlich, den Vierbeiner aus seiner ausweglosen Lage zu befreien. Durch die Bergungspforte des Tochterbootes nahmen die Seenotretter den erschöpften Hund an Bord und brachten ihn wohlbehalten nach Maasholm, wo die Wiedersehensfreude sowohl bei Benni als auch bei seinem Frauchen gleichermaßen groß war.

(Bild: DGzRS)

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