Seenotkreuzer im Museum begehbar


Speyer (DGzRS) – Einer der größten Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist nun fernab der Küste im „Technik Museum Speyer“ für Besucher zugänglich: Museumsleiter Hermann Layher und DGzRS-Vorsitzer Gerhard Harder gaben die John T. Essberger am Mittwoch zur Besichtigung frei.

Gut vier Monate nach Abschluss der aufsehenerregenden Überführung des 44 Meter langen Schiffes von der Ostsee nach Rheinland-Pfalz sind nun nahezu alle Bereiche an Bord für Besucher geöffnet. Fast alles ist noch an seinem Platz, so als könnte der Seenotkreuzer jederzeit wieder zum Einsatz auslaufen, stünde er nicht seit Ende Mai hoch und trocken in Speyer.

Von der Brücke über das Bordhospital und die Kammern der Rettungsmänner bis zum Maschinenraum erhalten die Besucher Eindrücke vom Alltag an Bord. Besonders gut nachzuempfinden ist das Tochterboot-Prinzip: ELSA ragt, an Ketten hängend, ein Stück aus der geöffneten Heckwanne des Seenotkreuzers heraus.

Zeitgleich zur Eröffnung seines neuesten Exponats gibt das Museum das Buch „Seenotkreuzer auf seiner letzten Reise“ heraus. Das Buch ist zum Preis von 6,95 Euro (inkl. ein Euro zugunsten der DGzRS) im Museum und in dessen Onlineshop erhältlich.

Nach 36 Dienstjahren mit rund 2000 Einsätzen hatte die John T. Essberger im Mai dieses Jahres ihre letzte Reise angetreten. Von Großenbrode bei Fehmarn bis in den Duisburger Außenhafen war der Seenotkreuzer auf eigenem Kiel unterwegs. Aufgrund des unvorhersehbar extremen Niedrigwassers des Rheins hatten Transportexperten den Seenotkreuzer dort auf einen flachgehenden Schwimmponton verladen. Am 29. Mai 2011 kam die John T. Essberger in Speyer an.

Mehr Information: http://speyer.technik-museum.de/

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