Sechs Verletzte durch defekten Kühlerschlauch


Breitbrunn, Chiemsee (pol) – Sechs Personen wurden durch einen geplatzten Kühlerschlauch im Linienbus verletzt, davon zwei schwer. Das heiße Wasser ergoss sich über die Fahrgäste.

Zu einem schweren Betriebsunfall in einem Linienbus mit insgesamt sechs verletzten Personen kam es am Dienstagnachmittag auf der Staatsstraße in Breitbrunn.

Der Omnibus der Chiemseeregionallinie war von Breitbrunn in Richtung Prien am Chiemsee unterwegs als während der Fahrt die Kühlschläuche in der Seitenverkleidung des Busses platzten. Diese Kühlschläuche waren in der linken Seitenverkleidung zwischen dem Fahrersitz und der ersten Sitzreihe verbaut und sind aufgrund Überhitzung geplatzt. Das heiße Kühlerwasser wurde dadurch in den Fahrgastraum gespritzt und verbrühte die beiden Fahrgäste, die in der ersten Reihe links direkt hinter dem Fahrer saßen. Es handelt sich bei diesen beiden Fahrgästen um Urlaubsgäste aus Niederbayern. Die 46-jährige Ehefrau zog sich durch das heiße Kühlerwasser schwere Verbrennungen an beiden Beinen zu, der 48-jährige Ehemann wurde am Unterarm, an der Brust und am Fuß verletzt.

Die Frau musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach München-Bogenhausen geflogen werden. Der Mann kam zur stationären Behandlung ins Krankenhaus nach Prien. Vier weitere Fahrgäste, ein Ehepaar aus Sachsen-Anhalt und ein Ehepaar aus Baden-Württemberg, wurden ebenfalls ins Krankenhaus Prien gefahren, da sie an Atembeschwerden durch die freigesetzten Dämpfe litten. Der Fahrer des Linienbusses, ein 57-jähriger Rosenheimer, kam mit dem Schrecken davon. Insgesamt befanden sich 15 Fahrgäste im Bus, die allesamt ihren Urlaub in der Region verbringen.

Zum Unfallort kamen ein Rettungshubschrauber, drei Rettungs- und ein Notarztwagen sowie der Einsatzleiter des Rettungsdienstes, die sich um die Verletzten kümmerten und die anderen Fahrgäste versorgten.

Außerdem waren an der Unfallstelle die freiwilligen Feuerwehren aus Breitbrunn, Gstadt und Eggstätt und unterstützten mit technischem Gerät, Reinigung der Straße und bei Verkehrslenkungsmaßnahmen. Auch war der Führungsdienst der Landkreisfeuerwehr vor Ort.

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