Sechs Todesopfer bei Unwettern in der Provence


Draguignan (rd.de) – Bei schweren Unwettern mit Starkregen sind gestern alleine im Departement Var zwischen Draguignan und Hyères (bei Toulon) sechs Menschen ums Leben gekommen. Eine Person wird vermisst.

In den östlichen Gebieten des eigentlich sonnenverwöhnten Departements summierten sich die Niederschläge auf bis zu 350 mm pro Quadratmeter. Flüsse traten über die Ufer, Erdrutsche bedrohten ganze Ortschaften, einige Gebiete wurden von sämtlichen Strom und Verkehrsverbindungen abgeschnitten.

Die Feuerwehren arbeiteten gestern weit über 500 Einsätze ab, darunter 20 Menschenrettungen aus akuten Gefahrenlagen. Zudem mussten nicht nur 180 Personen von tief liegende Campingplätzen evakuiert werden, sondern auch von den Wassermassen bedrohte Schulen. Rund 280 Schulkinder wurden in sichere Unterkünfte verbracht.

An überschwemmten Straßen hofften eingeschlossene Autofahrer auf Rettung. 100 Personen wurden von den Dächern ihrer Autos in Sicherheit gebracht. Die zuständigen Prefekturen forderten zur Unterstützung mehrere Hubschrauber an.

140.000 Haushalte sind ohne Strom. Das Mobilfunknetz des Betreibers Orange ist nur zu 40 % verfügbar. Die Webseite der Feuerwehr des Departements ist nicht erreichbar. Annähernd 1.000 Bewohner mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Der staatliche Wetterdienst sagt für die Provence auch heute weitere starke Regenfälle voraus.

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