Schweres Zugunglück in Belgien


Buizingen (rd.de) – Bei einem schweren Zugunglück am Bahnhof Buizingen südwestlich von Brüssel sind 18 Menschen ums Leben gekommen, 80 Fahrgäste wurden verletzt.

Bei dichtem Schneetreiben sind gestern gegen 8.45 Uhr zwei Regionalzüge am Bahnhof Buizingen bei Halle frontal zusammengestoßen.

Die Wucht des Aufpralls schob die beiden ersten Waggons übereinander. Ein weiterer Waggon verkeilte sich darunter. Es handelte sich um die Züge von Löwen nach Braine-le-Comte und von Quiévrain nach Lüttich.

Den wenige Minuten später eintreffenden Rettungskräften bot sich ein Bild der Verwüstung. Nahezu den ganzen Tag wurden schwer verletzte Fahrgäste aus den ineinander verkeilten Waggons gerettet. Die Verletzten wurden in Unfallhilfsstellen gesichtet, notärztlich versorgt und dann in umliegende Kliniken transportiert.

Neben den regulären Rettungskräften der Region war das Rote Kreuz mit 15 Krankentransportfahrzeugen und 35 Helfern im Einsatz. Zudem organisierte das Belgische Rote Kreuz die psychologische Begleitung der leichter verletzten Unfallopfer sowie die Betreuung der Angehörigen an der Unfallstelle. Eine spezielle Notfrufnummer wurde geschaltet, über Radio und Fernsehen wurde zu Blutspenden aufgerufen.

Über die mögliche Unfallursachse gibt es noch keine offizielle Stellungnahme. Es wird vermutet, dass einer der beiden Lokführer ein Haltesignal übersah. Eine automatische Notbremseinrichtung hatte der Zug offenbar nicht.

Aus Trauer um ihre ums Leben gekommenen Kollegen haben die Bahnbeschäftigten in Halle, Mons und Ath heute die Arbeit niedergelegt, berichtet der belgische Rundfunk. Mit dem Streik wollen sie zugleich auf mangelnde Sicherheitsvorkehrungen im belgischen Schienenverkehr aufmerksam machen.

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